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Die Geschichte der Clans

Die Geschichte der Clans beginnt mit dem Ende des alten Sternenbundes und mit dem folgenden Exodus, bei dem General Alexandr Kerensky einen Großteil der verbliebenen Truppen der regulären Sternenbundarmee in die Tiefen der Peripherie führte. Bis heute ist nicht vollkommen geklärt, ob er wirklich wusste wo er hin wollte oder es schlichtweg kein eigentliches Ziel gab. Jedenfalls erreichten die Truppen mit ihrer riesige Flotten nach beinahe zwei schweren und entbehrungsvollen Jahren ihre zukünftige Heimat: die sogenannten Pentagon-Welten.

Da natürlich weit mehr Soldaten vorhanden waren als für eine neue Gesellschaft benötigt würden, wurde ein Großteil aus dem Militärdienst entlassen, um die benötigten Zivilisten für eine neue Gesellschaft zu stellen. Dies gefiel natürlich nicht allen, und es kam wie es kommen musste: kleinere Unruhen brachen aus den verschiedensten Gründen aus. Normalerweise hätte es General Kerensky sicherlich niemals soweit kommen lassen, allerdings schien er nach dem Tod seiner geliebten Frau Katyusha verändert. Nachdem er die Aufstände nach der Ermordung von General Aaron DeChevilier, der die Aufstände eigentlich beenden sollte, brutal niedergeschlagen ließ, verstarb er am 11. Juni 2801. Die äußerst brutale Niederschlagung, die auch als DeChevilier-Massaker in die Geschichte einging, hatte zusätzlich mit der Tatsache, dass beide Anführer tot waren, jedoch im Endeffekt nur noch mehr Gewalt auf allen Pentagon-Welten zur Folge, so dass ein Bürgerkrieg nahezu unausweichlich erschien. Der Sohn und designierte Nachfolger von Alexandr, Nicholas Kerensky, wurde von den aufständischen Parteien nicht als Führer anerkannt. Er sah den drohenden Bürgerkrieg als erste Gefahr für ihre Zukunft und entschloss sich, diesen nicht mitzumachen. Er setzte sich mit einem knappen Viertel der Bevölkerung auf eine nahe gelegene Welt ab, die er Strana Mechty nannte. Der Großteil der auf den Pentagonwelten verbliebenen Bevölkerung waren Militärs, die sich die folgenden 20 Jahre aufs heftigste bekämpften.

Der Zweite Exodus

Diese Bevölkerung stellte den Grundstock für die 20 ursprünglichen Clans dar. Um eine (über)lebensfähige Gesellschaft auf Strana Mechty und den umliegenden Welten des Kerensky-Sternenhaufens zu errichten, musste eine besondere Gesellschaftsform her. Nicholas erdachte sich hierzu die Clans, die eine breite Mischung aus Gesellschaften der Geschichte darstellten: Die wichtigsten Einflüsse stammen von den mongolischen Horden des 13. Jahrhunderts, aber auch viele Elemente des mittelalterlichen Japans und des modernen Chinas des 20. Jahrhunderts waren anzufinden. Von den vielen Soldaten die Nicholas bei seinem Exodus begleitet hatten wählte er letztendlich 800 bei strengen Wettkämpfen aus, die den Grundstein des Militärs in den 20 neuen Clans darstellen sollten.

Am 9. Juni 2815 ernannte sich Nicholas Kerensky selbst zum ilKhan und überwachte die Durchführung dieser Wettkämpfe.

Das Ziel für die nahe Zukunft war natürlich die Rückeroberung der Pentagonwelten, der sogenannten Operation Klondike, weswegen die Truppen der Clans sich auch hauptsächlich auf BattleMechs und Luft/Raumjäger konzentrierten. Die restlichen Soldaten verblieben während der später folgenden Rückeroberung auf den neuen Heimatwelten, so dass sie keine Rolle während der Operation keine Rolle spielten. Viele von ihnen traten später den Clan-Militärs bei; allerdings wurden sie nicht in das Eugenik-Programm aufgenommen.

Das Eugenik-Programm selbst startete 2819, und brachte so die ersten Wahrgeborenen zur Welt. Anfangs waren die Terme Wahrgeboren und Freigeboren frei von jeglicher Wertung, Nicholas selbst hoffte, das beide "Gruppen" auch in Zukunft harmonisch mit einander leben würden. Aufgrund diverser sozialer Gegebenheiten sollte sich dies jedoch in den folgenden Jahrhunderten nicht bewahrheiten.

Rückkehr zum Pentagon

In der Mitte des Jahre 2821 war es dann soweit – die Clans kehrten zu den Pentagonwelten zurück, um sie gewaltsam zu befreien. Die Ereignisse dieser beinahe ein Jahr andauernden Kampagne formten viele Clans zu dem, was sie heute sind. Viele Fehden und Charakteristika haben in diesen Kämpfen ihren Ursprung gefunden. Die Bevölkerung schloss sich teils mehr oder weniger freiwillig an – viele von ihnen waren des Kämpfens schlichtweg müde geworden.

Verrat der Vielfrasse

Die relative Ruhe dauerte allerdings nicht lange. Nur ein Jahr später versuchte Nicholas, seine langsam schwindende Kontrolle über die Clans wieder zu festigen. Er konzentrierte sich hierbei hauptsächlich auf den Clan Vielfrass, die die größte und stärkste Opposition darstellten. Nachdem ihnen am 28. August 2823 vom Großen Konklav befohlen wurde, das Brian-Lager (welches die Vielfrasse benutzten, um ihr Militär zu versorgen) auf Circe mit den Schneeraben zu teilen, entbrannte darauf hin eine heftige politische Auseinandersetzung. Nicholas Kerensky hatte schwer mit Khan Sarah McEvedy zu kämpfen, da ihre Unterstützung innerhalb der anderen Clan während dieser Zeit stetig stieg. Da er allerdings ein gewiefter Politiker war, konnte er sie allerdings zu einem fatalen Fehler reizen: sie beleidigte ihn persönlich und stellte die Clans als Ganzes in Frage, woraufhin ihre Machtbasis und die Hoffnung auf eine Liberalisierung der Clans wie ein Kartenhaus zerfiel. Als sie dann auch noch einen Klagetest ablehnte und ihren Clan als unabhängig deklarierte, hatte Nicholas das bekommen was er wollte: einen Grund, seine Opposition zu zerstören.

Als die Truppen der Schneeraben am 10. Oktober später die Grenzen der Vielfrasse auf Circe versuchsweise angriffen, gingen die Vielfrasse zum Gegenangriff über. Sie zeigten keine Gnade und eroberten rasch die Hauptstadt der Schneeraben, Dehra Dun. Als die Novakatzen und Mungos anrückten, zogen sie sich zurück. Allerdings erst nachdem sie alle Zivilisten aus dem Gebiet entfernt und das Gendepot der Schneeraben mit einer taktischen Nuklearwaffe vernichtet hatten.

Aufgrund dieser Aktion erhielt die Diskussion um die Bestrafung der Vielfrasse neue Brisanz. Am 11. Oktober beschloss die Große Konlav, dass der gesamte Clan vernichtet werden sollte. In den folgenden Tagen kämpften die verbliebenen 19 Clans um das Recht, die Vernichtung durchführen zu dürfen. Clan Wolf und Clan Witwenmacher wurde letztendlich diese Ehre zuteil. Die Khane der Vielfrasse ahnten ihr Schicksal, und so befahlen sie Vorbereitungen auf einen eigenen Exodus.

Am 25. Oktober begann dann die Offensive von Clan Wolf. Die Kämpfe waren höchst intensiv und führten zu hohen Verlusten auf beiden Seiten. Viele Vielfrasse versuchten zu fliehen, doch offiziell entkam niemand. Nach nur 19 Tagen gab es von offizieller Seite her keine Vielfrasse mehr – und Clan Wolf hatte 80% seiner Truppen verloren. Später wurde allerdings auch von offizieller Seite der Wölfe festgestellt, dass die Bevölkerungszahlen der Vielfrasse auffällige Diskrepanzen aufwiesen und daher wohl doch etliche Zivilisten und einige Krieger entkommen waren.

Tod und Wiedergeburt

Die Vernichtung der Vielfrasse schockte die verbliebenen Dissidenten und veranlasste auch die übrigen „Problemclans“ rasch, ihre Probleme intern zu lösen. Dies sicherte über ein Jahrzehnt Nicholas’ nahezu uneingeschränkte Macht.

In dem 2830’igern blühte die Gesellschaft der Clans. Expeditionen erforschten die Welten des Kerensky-Sternenhaufens, Kolonien wurden errichtet und die Pentagon-Welten konnten sich endlich wieder selbst ernähren. Das Eugenikprogramm verlief wie geplant und die Bevölkerungszahl erreichte aufgrund des enormen Bevölkerungswachstums wieder den Stand von vor dem Bürgerkrieg. Die Zukunft sah blendend aus – jedoch erwies sich das schon bald als Trugschluss.

Der Aufbau von Clan Wolf ging schneller voran als von vielen erwartet, was hauptsächlich an den Freiräumen lag, die der Händlerkaste des Clans eingeräumt wurde. So wurde sie schnell zu einer der wichtigsten Wirtschaftsmächte des Clanraumes. Um den Aufbau schneller voranzutreiben, benötigte Clan Wolf mehr Rohstoffe. Also wurde ein Besitztest um die Bauxitminen von Clan Witwenmacher auf Dagda abgehalten, da die Khane der Witwenmacher einen regulären Handel verboten hatten.

Der Besitztest alleine hätte keine Probleme für die beiden Clans bedeutet, schließlich war dies während des vergangenen Jahrzehnts nicht ungewöhnliches. Aber den Witwenmachern gefielen die großen Freiheiten der Händlerkaste der Wölfe nicht, ebenso wenig der große Respekt den sie im Militär des Clans genossen. Nachdem der Trial für die Witwenmacher verloren war machte der Anführer der Händler das wichtigtuerische Militär dafür verantwortlich. Daraufhin befahl Khan Jorgensson Masseninhaftierungen und Exekution von wichtigen Personen innerhalb der Händlerkaste.

Diese Brutalität gegen die eigenen Leute schockierte alle anderen Clans, und als Khan Jorgensson anschließen die Wölfe für den Aufstand der Händlerkaste verantwortlich machte, unterstützten die anderen Clans den Gegenantrag von Khan Jerome Winson: dass die Witwenmacher das Recht auf regieren verloren haben. Er beantragte daher die Absorption der Witwenmacher und erwartete gleichzeitig den Widerspruchstest gegen diesen Antrag.

Der Widerspruchstest wurde am 7. Oktober auf Ironhold abgehalten, also neutralem Boden im Besitz der Jadefalken. Dort standen sich 10 Sterne der Witwenmacher und 11 der Wölfe gegenüber. Aufgrund der Wichtigkeit dieses Tests überwachten Nicholas und die Khane der restlichen 17 Clans in als Schiedsrichter. Schnell konzentrierte sich das Geschehen auf das Duell zwischen Khan Winson und Jorgennson, dem sowohl Schiedsrichter als auch viele andere Kämpfer zusahen. Als Khan Winson kurz vor dem sieg stand, griff ein Stern der Witwenmacher ein und griffen den Khan an. Durch diese offensichtliche Verletzung der Regeln des Zellbrigen sah sich Nicholas gezwungen, mitsamt den anderen Schiedsrichtern einzugreifen.

Der Aussage von Khan Jorgensson vor der Großen Konklav zufolge war er benommen durch die Angriffe von Kahn Winson, so dass er aus Reflex auf den Atlas schoss, der sich über seinen gestürzten ’Mech beugte. Er traf ihn mitten in den Kopf, der Pilot war tot bevor der Atlas auf den Boden aufschlug – es war Nicholas Kerensky.

Daraufhin gerieten die Wölfe in Rage und kämpften alle Witwenmacher bis auf den letzten nieder. Das Generbe der wenigen Überlebenden wurde in den Genfundus der Wölfe aufgenommen, das Bluterbe von Natascha Kerensky kann zu einem dieser Krieger zurückverfolgen.

Goldenes Jahrhundert

Ironischerweise waren die Unstimmigkeiten und die zunehmende Gruppenbildung das, was die Clans nach dieser Tragödie vor den Zerfall bewahrte. Letztendlich hat der Tod von Nicholas Kerensky die verbliebenen Clans wahrscheinlich sogar gestärkt, da er ihnen mit der Strafbarkeit der Taten der Witwenmacher ein klares Ziel für Wut und Gram gab.

Die Clans gingen mit diesen Gefühlen unterschiedlich um, was wiederum der Ursprung für viele der heute üblichen Gegebenheiten in den einzelnen Clans ist. In den Jahren von 2830 bis 2930 blühten viele der Clans geradezu auf, weswegen diese Zeit auch das Goldene Jahrhundert genannt wurde.

Neben dem Ausbau vorhandner und der Gründung neuer Kolonien, die nur durch die recht geringe Bevölkerung begrenzt wurde (trotz des exponentiellen Bevölkerungswachstums), trug das Eugenikprogramm endlich Früchte, da die erste Generation ihren Militärdienst aufnahm. Auch wurde Politik ein immer wichtigeres Mittel. Intrigen führten zu einigen brutalen Auseinandersetzungen, deren Auswirkungen und entstandenen Fehden teils bis in die Gegenwart reichen.

Auch die Gesellschaft veränderte sich weiter, so dass sie sich stets weiter von der der Inneren Sphäre mehr und mehr unterschied. Dies führte dazu, dass vielleicht von den Einwohnern des Kombinats abgesehen, kaum ein Bewohner der Inneren Sphäre die Gesellschaft verstehen und sie daher bestenfalls als amoralisch und verkommen beurteilen würde.

Auch der technologische Fortschritt machte nicht halt, die meisten der fundamentalen, wenn auch meist nicht revolutionären, Neuerungen und Erfindungen der Clans stammen aus dieser Zeit. Der OmniMech beispielsweite wurde 2854 zum ersten mal von den Coyoten eingesetzt, die Elementar-Gefechtsrüstung wurde 2868 von den Wölfen eingeführt.

Trotz all dieses Wohlstandes gab es natürlich auch Auseinandersetzungen. So absorbierte 2868 Clan Nebelparder die Mungos und zerstörte einen Grossteil der eigenen Händlerkaste (natürlich nicht ohne Folgen), während die Stahlvipern ihren eigenen Bürgerkrieg austrugen, der dem Aufstieg von Khan Sanra Mercer folgte. Auch haben wie schon angesprochen viele Fehden in diesem Jahrhundert ihren Ursprung, darunter die zwischen den Schneeraben und Stahlvipern, die Fehde zwischen den Coyoten und den Feuermandrill sowie der beidseitige Hass zwischen den Blutgeistern und Felsgräbern.

Der Weg zum Krieg

Die wahrscheinlich ungewöhnlichte Erscheinung war die schwindende Macht des ilKhans. Die Khane waren immer weniger gewillt, auf seine Vorschläge einzugehen. Schon bald waren sie nur noch Galionsfiguren, die für Krisenzeiten gewählt wurden. Die Position verfiel nach 2947 mehr und mehr, und erst die Ankunft der Outbound Light 3048 im System von Huntress beendete dies.

Während des Goldenen Jahrhunderts, und insbesondere danach, begannen sich auch immer mehr zwei grundverschiedene Fraktionen innerhalb der Clans herauszukristallisieren: die Bewahrer und die Kreuzritter. Während die Bewahrer der Meinung waren, Kerensky hätte ihnen aufgetragen, die Innere Sphäre zu schützen waren die Kreuzritter der Meinung, sie müsse erobert und unterworfen werden, damit die clans einen neuen Sternenbund errichten könnten.

Die Bewahrer hatten während des Goldenen Jahrhunderts und den folgenden Jahren stets eine deutliche Mehrheit, jedoch begann ihr Einfluss durch die zunehmenden Streitigkeiten innerhalb der Clans zu schwinden.

Obwohl die Große Konklav die meiste Zeit neutral in dieser Debatte blieb, hatten die Kreuzritter um 2980 soviel Macht errungen, dass dieses Thema behandelt werden musste. Die folgende jahrelange Diskussion wurde auch unter der Großen Debatte bekannt. Um mehr Informationen über den aktuellen Zustand der Inneren Sphäre zu gewinnen wurde die Errichtung von Intelser beschlossen, einem Netzwerk zur Beschaffung von Informationen.

Ein Zwischenfall, der die Kluft zwischen Bewahrer und Kreuzritter verdeutlichte, war die Umbenennung von Clan Seefuchs in Clan Diamanthai, nachdem Wissenschaftler der Schneeraben den genetisch veränderten Diamanhai auf Strana Mechty ausgesetzt hatten. Der Seefuchs wurde darauf hin von dem Hai fast ausgerottet, weswegen der Clan seinen Namen ebenfalls ändern wollte. In der folgenden Diskussion hatten die beiden Fraktionen grundverschiedene Meinung, letztendlich konnten die Seefüchse ihren Willen durchsetzen und durften den Namen ihres Clans ändern.

Da die Bewahrer wussten, dass ihnen in der Invasionsfrage die Zeit davon läuft, entsannen sie einen Plan, um sich diese zu erkaufen.

Der Kompromiss

Die Bewahrer brachten vor der Großen Konklav vor, dass es unnötig gefährlich sei, völlig ohne Informationen über den Feind eine Invasion zu beginnen. Obwohl eine Kreuzritter-Clans am liebsten sofort losstürmen wollten, sahen viele andere die Weisheit in dieser Idee der Wölfe. Sie beschlossen daher, Clan Wolf die Kontrolle über diese Operation zu geben, die daraus bestand, eine Söldnereinheit in die Innere Sphäre zu schicken, um so nach und nach die Stärken und Schwächen der einzelnen Häuser herauszufinden.

Diese Einheit, Wolfs Dragoner, bestand hauptsächlich aus Polizeieinheiten aus Freigeborenen, die aber auch mit einigen Wahrgeborenen verstärkt wurden. Diese Einheit sollte in jedem Nachfolgestaat fünf Jahre Dienst tun – was eine Invasion vor 3030 unmöglich machte. Die Bewahrer, allem voran die Wölfe, hatten wieder Raum zum atmen.

Das Bild der Inneren Sphäre, welches Wolfs Dragoner lieferte, unterschied sich in vielerlei Hinsicht von dem doch sehr negativen Bild, welches Intelser geliefert hatte.

Die Berichte über den 4. Nachfolgekrieg erhitzte die Diskussion über die Invasion erneut an, ebenso der Krieg von '39. Allerdings konnte Khan Ulric Kerensky die Diskussion durch geschickte Politik lange hinauszögern – bis zum schicksalhaften Erscheinen der Outbound Light.

Die entscheidende Abstimmung

Die 2959 von Primus Adrienne Sims ins Leben gerufenen Explorer Corps sollten das Zünglein an der Waage zwischen Bewahrer und Kreuzritter sein. Am 27. September 3048 sprang die Outbound Light, unwissend was sie dort erwarten würde, in das Huntress-System. Khan Leo Showers von den Nebelpardern befahl, das Schiff zu entern, die Crew gefangen zu nehmen und anschließend zu verhören. Die Verhörmethoden der Clans erwiesen sich als äußerst effektiv, und die Besatzungen der Schiffe enthüllten viele interessante Informationen.

Dieser Zwischenfall gab dem ambitionierten Khan der Nebelparder die ersten fundierten Informationen seit mehreren Jahrzehnten. Aufgrund dieser Informationen und der Aussicht, dass schon bald weitere Schiffe der Inneren Sphäre bei den Heimatwelten auftauchen und so ihre Position bekannt werden könnte, zwang er die Große Konklave zu einer erneuten Abstimmung bezüglich der Invasion. Am 21. November 3048 wurde beschlossen, eine Invasion der Innere Sphäre zu starten.

Die Wölfe wetterten gegen eine Invasion und beantragten einen Wiederspruchstest. Obwohl die Chancen vier zu eins standen (vor dem Bieten war es 16:1), verloren die Wölfe nur knapp – die Entscheidung der Konklave stand daher fest.

Zum ersten mal seit 2947 wurde wieder ein ilKhan gewählt, um die Zusammenarbeit zwischen den Clans besser koordinieren zu können. Am 12. Dezember 3048 wurde Leo Showers zum ilKhan ernannt.

Der Name der Invasion sollte Operation Wiedergeburt werden, ebenso wurde beschlossen, dass der Clan, der als erstes Terra erobert, zum ilClan werden und damit über alle anderen Clans herrschen sollte.

Obwohl sie nur spärliche Informationen über die Militärs der Nachfolgestaaten hatten, entschloss man sich mit nur vier Clans anzugreifen. Es gab sogar Stimmen die meinten, das selbst dies schon zu viel wäre. Das Bieten um die vier Plätze war wild entschlossen, den Wölfen wurde als der Clan der Kerenskys ein Platz gegeben, da die Nebelparder und die Jadefalken es als Bestrafung erachteten, die jetzt an der Invasion teilnehmen zu lassen, die sie so lange verhindert hatten. Es verwundert nur wenig, dass diese beiden Clans ebenfalls Plätze für die Invasion bekamen. Andere Clans, wie beispielsweise die Sternnattern boten absichtlich niedrig oder entfernten sich selbst aus dem Bieten da sie hofften, so zum stärksten unter den Heimatclans zu werden. Die Geisterbären gewannen den vierten und letzten Platz für die Invasion, die Stahlvipern bildeten die Reserve. Die anderen Clans zogen sich zurück um ihre Wunden zu lecken und von der Abwesenheit ihrer starken Brüder zu profitieren.

Die Invasion sollte bis Ende 3053 abgeschlossen sein, unterteilt in 15 Wellen von je 10 Wochen Dauer. Die Krieger vieler Clans konnten ihre Khane davon überzeugen, schon Ende Februar eine Vorhut aus verschiedenen Eliteeinheiten loszuschicken, um die Peripherie von Piraten und ähnlichem zu säubern und dringend benötigte Informationen zu sammeln. Die ersten Kontakten mit Soldaten der Peripherie verleitete viele Clan-Krieger zu denken, dass ihre Khane übermäßig vorsichtig vorgehen würden. Natürlich konnten die Peripheriereiche und Banditenstaaten die sie überrannten den Clans technisch und Qualitativ nicht Wasser reichen. Die Hauptstreitmacht folgte dann im Juni, und vereinte sich später wieder mit der Vorhut, die am Rand der Inneren Sphäre wartete.

Anfang 3050 war alles für die Invasion bereit.