NewsBattleTechClansComputerspieleRessourcenDatenbankenSucheTWoBT-Software

Geschichte
Ereignischronologie
Nachfolgestaaten
Organisationen
Kleinstaaten
Peripherie
Historische Reiche
Banditen
Söldner
Missionsarten
Kell Hounds
Wolfs Dragoner
Gray Death Legion
Karte
Raumfahrt
Technologie
Organisation
Geheimdienste
Hintergrund
Streitkräfte
Raumflotte
Glossar

Söldner

Ob man sie nun als gewissenlose käufliche Killer beschimpft, die nur den Höchstbietenden gegenüber loyal sind, oder als disziplinierte, hoch trainierte Krieger schätzt - die Herrscherhäuser der Inneren sphäre verlassen sich seit längerem auf Söldnereinheiten, um ihre eigenen Truppen zu verstärken oder woanders einsetzen zu können.

Die Ursprünge

"Die Tage des Wächters sind vorbei; wir werden den Tag des Schakals nun euch überlassen"

- Colonel Illya Ivaovitch, Stabschef von General Kerensky, 2784

 

Bevor Alexandr Kerensky mit drei Vierteln der regulären Truppen des Sternenbundes 2784 in der Peripherie verschwand, war das Militär des Sternenbundes die Säule für Frieden und Wohlstand, eine Bastion gegen das aufkommende Chaos. Söldner waren eher selten, da die regüläre Armee war zu stark und die gelegentlich auftretenden Gegner viel zu schwach um Professionelle anzulocken. Auch für Geld sind Söldner nicht besonders daran interessiert, für eine von Anfang an verlorene Sache zu kämpfen.

Die zunehmende Unabhängigkeit und Arroganz des Lordräte beschleunigte den Zusammenbruch des Bundes. Obwohl jeder einzelne Lord seine Armeen ausbaute, konnte niemand die reguläre Armee übertrumpfen - dies hatte die Rückeroberung Terras nach dem Amaris-Coup eindrucksvoll bewiesen. Wo allerdings militärische Aktionen versagten, hatten die Hauslords immer noch wirtschaftliche und politische Mittel als Waffen. Kerensky war während dieser Zeit entweder unfähig oder schlichtweg nicht gewillt, seinen Sieg dadurch zu verstärken, indem er seinen Willen gegenüber Rat durchzusetzte. Obwohl Überbleibsel von Stefan Amaris' Armee zu dieser Zeit die ersten größeren Söldnereinheiten bildeten, hätten sie in der Schlacht jedoch nicht die geringste Chance gegen Kerensky's Truppen gehabt.

Da Kerensky offenbar ein weiteres Blutbad wie Operation Befreiung vermeiden wollte, entschied er sich gegen eine eigene Machtergreifung oder die Unterstützung eines Hauses und verschwand lieber mit einem Großteil der verbliebenen regulären Armee in der Peripherie. Damit verdammte er die Innere Sphäre zu beinahe 300 Jahren Chaos und Zerstörung.

Die verbliebenen Truppen, die ihm nicht folgten, schlossen sich entweder einem der Häuser an oder wurden zu Söldnern. Da ihre Ausbildung, ihre Ausrüstung und ihr Training zu dem mit Abstand bestem gehörte, was überhaupt zu haben war, waren ihre Dienste natürlich sehr begehrt. Natürlich entstanden auch Söldnereinheiten aus ehemaligen Hauseinheiten, aber es waren dennoch die Einheiten, die aus den Resten der regulären Sternenbundarmee entstanden waren, die in der höchsten Liga spielten.

Die Leichte Eridiani-Reiterei ist ein solches Beispiel. Sie wurde kurz nach dem Exodus gegründet und hat bis heute nehezu intakt die Nachfolgekriege überstanden. Dies ist deshalb bemerkenswert, weil bei nahezu jeder Söldnereinheit früher oder später Gefechtsverluste, Verrat durch Feind oder Auftraggeber, Verschleiß von Ausrüstung und 'Mechs und der ständig drohende wirtschaftliche Ruin zuschlagen und ihren meist herben Tribut fordern. Normalerweise wird die Söldnereinheit dann aufgelöst und in Haus- oder anderen Söldnereinheiten integriert.

Aktuelle Situation

Über 200 Jahre ununterbrochener Kriegsführung haben einen mehr als reichlichen Nachschub an Mechkriegern hervorgebracht, die bereit sind, für Geld einem Feldherren zu dienen. Tatsächlich haben während der Nachfolgekriege etliche Hauseinheiten gegen ihre alten Herren rebelliert und sindzu söldnern geworden, Beispiele dafür sind Hansens Rauhreiter oder die 21. Centauri Lancers. Sowie die Bindungen einmal völlig losgelöst sind, kann eine starke Einheit mit guter Reputation von nahezu jedem Reich oder Herrscher angeworben werden. Um diesen Trend entgegen zu wirken haben die Hauslords versucht, gute Einheiten aufzubrechen und so populäre und einflussreiche Offiziere gleichmäßiger zu verteilen. Allerdings hat sich dies oftmals als grober Fehlschlag erwiesen, da die betreffenden Personen dann erst recht desertierten.

Trotz des ruhmreichen Lebens haben Söldnereinheiten eine recht hohe Fehlschlagsrate. Vor der Claninvasion waren nicht die Gefechtsverluste der Hauptgrund dafür, sondern wirtschaftliche Gründe, sei es durch schieres Pech oder verräterische Auftraggeber. Profit ist der Schlüssel einer jeden Söldnereinheit - mehr Einheiten sind aufgrund von Zahlungsproblemen zerfallen als aufgrund von Feindeinwirkung.

Der Zusammenbruch einer Söldnereinheit hinterlässt normalerweise die Krieger ohne weitere Verpflichtungen, so dass sie eine neue Einheit gründen oder sich einer anderen Einheit anschließen können, einige wechseln auch in die regulären Haustruppen. Oft bleinen Untereinheiten, die besonders enge Bindungen haben, bei solchen Wechseln zusammen. Da die Maschine eines Söldners sein Kapital darstellt, sind die wenigsten gewillt sie aufzugeben. Kommandeure können oftmals durch den Verkauf nun nicht mehr benötigter Ersatzteile, Munition, Bergegut und sonstigem wieder einigermassen die Forderungen der Gläubiger erfüllen.