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Krieg von '39 (3039)

Dieser Krieg war von Davion-Offizieren eigentlich als Fortsetzung des vierten Nachfolgerkriegs gedacht.

Da das Drakonis Kombinat allerdings inoffizielle, technisch sehr fortschrittliche Hilfe von ComStar bekam, wurde diese ganze Operation zu einem Desaster. Die Vereinigten Sonnen eroberten zwar einige Welten, verloren aber auch einige, darunter auch die Welten Quentin, Standort wichtiger Industrien und einer großen Mechfabrik.

Aufgrund des katastrophalen Verlaufs für das Vereinigte Commonwealth ist es kein Wunder dass dieser Krieg schon im selben Jahr wieder vorbei war.

Der Hintergrund

Im April 3039 startete das Vereinigte Commonwealth eine massive Invasion des Draconis Kombinats mit dem Ziel, diesen alten Feind zu zerschmettern und die Welten zurückzuerobern, die im Vierten Nachfolgekrieg verloren wurden. Der Angriff erfolgt an 4 Achsen, drei davon aus den Vereinigten Sonnen, eine aus dem Lyranischen Commonwealth. Die Kommandeure erhofften sich, dadurch so schnell und vernichtend zuzuschlagen dass das Kombinat wie ein Kartenhaus zusammenbricht.

Die Invasion wäre wahrscheinlich schon früher erfolgt, wenn nicht andere Ereignisse in der Inneren Sphäre Hanse Davion davon abgehalten hätten. Die Davion-Steiner-Allianz war immer noch frisch, und der Prinz wollte lieber sicher gehen dass seine Truppen eine starke Position im entscheidenen Augenblick haben.

Praktisch sofort nach dem Vierten Nachfolgekrieg schwappte eine Welle der Unabhängigkeitsbewegungen durch die Innere Sphäre. Der erste Schauplatz war das Herzogtum Andurien im Jahre 3030. Nur vier Jahre später folgte die Freie Republik Rasalhaag, was auch in Skye die Seperatisten beflügelte, die Abspaltung von Haus Steiner voranzutreiben. Ein unabhängiges Skye hätte nicht nur das Vereinigte Commonwealth in zwei Teile gespalten, sondern auch dem Lyranischen Commonwealth einen wichtigen Teil seiner wirtschaftlichen und industriellen Basis gekostet. Daher musste sich Hanse Davion mit dieser Inneren Drohung beschäftigen, bevor er das Kombinat angreifen konnte.

Bis 3039 wurde es wieder verhältnismäßig ruhig in der Inneren Sphäre. Die Skye-Krise ebbte ab, nachdem Herzog Ryan Steiner zu vermitteln begann. Thomas Marik hatte zu dieser Zeit die rumorende Liga Freier Welten übernommen und führte sie mit starker Hand. Zu dieser war außerdem die Integration der AVS und der LCS beinahe komplett.

Unter dem Deckmantel der Skye-Krise hatte Hanse Davion begonnen, massive Truppenverbände zureorganisieren und in dieser Region zu versammeln. Im April 3039 war es dann soweit - alle Truppen waren bereit und erhielten ihre Marschbefehle.

Erste Welle

Die Invasion des Kombinats sollte in zwei Wellen durchgeführt werden. In der ersten Welle sollten die meisten Kurita-Grenzplaneten umgangen und nahe gelegene, für Logistik und Kommunikation wichtige rückwärtige Welten angegriffen werden. In der Zwischenzeit sollten Söldner und von Davion unterstützte Aufrührer die Kurita-Fronteinheiten in Schach halten.

Feldmarshall Nondi Steiner kommandierte den Commonwealth-Vorstoß auf Kessel, Vega, Ainasi und Altais. Feldmarshall Vanessa Bisla kommandierte den Dieron-Vorstoß, der die Welten Athenry, Pike IV, Telos IV, Nashira, Biham, Halstead Station, Ancha und Sadachbia. Den Vorstoß in den Benjamin Distrikt kommandierte Herzog James Sandoval und zielte auf die Welten Fellanin II, Sadalbari, Matar, New Mendham und Marduk. Feldmarshall Ardan Sortek befehligte den Vorstoß auf Galedon, die Welten Elidere IV, Thestria, Huan, An Ting, Capra und Delacruz waren die Ziele der ersten Welle. Mit diesen Angriffen auf Grenzwelten und Welten im Hinterland des Kombinats eroberten die Davion-Truppen Nachschublager und Kommunikationszentren um so Feindtruppen zu verwirren und zu isolieren.

Da sie Anfangs nur auf leichten Widerstand stießen dachten viele Einheiten, darunter auch viele Eliteeinheiten, sie hätten den Drachen mit heruntergelassenen Hosen erwischt. Bis Juni verlief die erste Welle praktisch so wie geplant, sie verlief nur ein wenig langsamer als gedacht, da die Verteidiger sich doch stärker wehrten als erwartet. Die Kurita-Truppen hatten bisher nichts anderes als Verteidigungspositionen eingenommen - doch das sollte sich schon bald ändern.

Das Ziel der zweiten Welle der Davion-Invasion war es, dass sich die Vorstöße von Steiner und Davion in der Dieron-Region vereinigen und so diereon isolieren. In ähnlicher Weise sollten sich die Benjamin- und Galedon Vorstöße vereinen um si den Galtorbogen einzuschließen. Zu dieser Zeit sollten die Aufstände auf Galtor III, McComb, Royal, Lima, Harrow's Sun, Bergman's Planet und New Aberdeen ihren Höhepunkt erreichen. Söldner waren bereits abgestellt, um diese Aufstände zu unterstützen.

Am 12. Juli 3039, am selben Tag als Feldmarschall Nondi Steiner den Befehl zum Beginn der zweiten Welle erhielt, griffen DEST-Kommandos eine Versammlung des Steiner-Oberkommandos auf Vega an. Viele wurden dabei getötet, auch Feldmarshall Steiner selbst wurde dabei schwer verwundet.

Gegenoffensive

Ganz im Gegensatz zu dem, was die Kommandeure des Vereinigten Commonwealth glaubten, hatten sie Das Kombinat mit ihrem Blitzkrieg nicht überrascht. Kanrei Theodore Kurita muss diesen Angriff schon Jahre vorausgesehen haben, denn er war vorbereiteter als sich es Hanse Davion jemals hätte vorstellen können. Für beinahe zehn Jahre hatte die Stärkung und die Umstrukturierung der VSDK die höchste Priorität gehabt. Er hatte außerdem geheime Abkommen mit ComStar geschlossen, die ihm Material, Personal und Aufklärungsdaten einbrachten. Ein weiterer wesentlicher Teil seiner Strategie war zusätzlich die Allianz mit der Yakuza, einer kriminellen Organisation mit vielen legitimen Ablegern.

Während die DEST-Kommandos Vega angriffen, griffen andere Kombinatseinheiten Klendathu IV, Breed, Xhosha VII, Exeter, Doneval II, Dobson, Le Blanc und Rochester an. Um diese Vorstöße gegen Davion-Planeten und Kurita-Planeten hinter den feindlichen Linen zu ermöglichen, hatte Theodore Kurita einen Kommandokreis aufgebaut, der es seinen Truppen ermöglichte, tief im Herzen der Mark Draconis anzugreifen. Diese Flotte aus Sprungschiffen operierte in den vielen unbewohnten Systemen zwischen dem Kombinat und den Vereinigten Sonnen und bestand aus mehr Yakuza-Handelsschiffen als Militärschiffen.

Dies war ein lähmender Niederschlag für die Truppen des Vereinigten Commonwealth. Inmitten einer riesigen Invasion des VC-Juggernauts hatten es die Kuritas geschafft, eine eigene Gegenoffensive zu starten. Die Einheiten auf den von Davion besetzten Welten wie Fellanin II, Sadalbari und Matar fielen rasch der Kurita-Gegenoffensive zum Opfer, viele hat es während den Vorbereitungen zur zweiten Welle oder inmitten des Transports erwischt.

Von nun an wurden die Kämpfe wilder, und die Kuritas holten immer mehr Überraschungen hervor. Sie besaßen nicht nur wesentlich mehr Truppen als vermutet, sondern viele Einheiten hatten neue Fertigkeiten bekommen oder basierten auf Designs, die seit dem Fall des Sternenbundes nicht mehr gesehen wurden. Durch die wilden Gefechte und spezialisierten 'Mechs wurde die Ersten Davion Guards im August 3039 von An Ting vertrieben. Ohne dieses Schlüsselsystem waren weitere Operationen in Richtung Galedon nicht mehr möglich.

Die mächtige Armee der Vereinigten Sonnen fand sich deshalb plötzlich in der Defensive. Kurita-Truppen griffen eine Welt nach der anderen an, landeten mit bisher unbekannten Truppen und schienen überall gleichzeitig zu sein. Inzwischen hatte der Überfall auf Vega das Oberkommando der Lyraner in Panik versetzt und dafür gesorgt, dass auch dort der Vormarsch stoppte.

Im Oktober, gerade einmal sechs Monate nach dem Beginn des Blitzkrieges, kommandierte Theodore Kurita selbst den Angriff auf Exeter, und befand sich damit in direkter Schlagdistanz zu Robinson, der Hauptwelt der Mark Draconis. Um dieser Bedrohung entgegen zu wirken rief Hanse Davion die zweite Welle zurück und befahl ihnen, entweder verlorene Welten zurückzuerobern oder auf anderen Welten sich den Kurita-Truppen entgegen zu stellen. Bis Mitte Dezember, nur acht Monate nach dem Beginn der Operation, hatten sich die Davion-Verbände von beinahe allen zuvor besetzten Welten zurückgezogen. Grenzscharmützel und Überfälle waren alles, was von der massiven Operation übrig geblieben war.

Gerade zum Ende hin hatte Theodore Kurita allerdings auch ein gefährliches Spiel gespielt. Zum Zeitpunkt seines Angriffes auf Exeter waren seine Truppen entlang der Grenzen gefährlich dünn verteilt. Seine Truppen kämpfen gut, in einigen Fällen sogar vorzüglich, aber es war Theodores Schlauheit, die sein Reich vor dem Untergang bewahrt hatte. Die Entschlossenheit seiner Truppen, das Erscheinen für das Vereinigte Commonwealth bisher vollkommen unbekannten Einheiten, und die schnelle Durchführung der Schläge hatte es erscheinen lassen, als hätte er viel mehr Truppen besessen als es in Wirklichkeit der Fall war. Mit dieser scheinbaren Bedrohung hatte Hanse Davion nicht gerechnet und sich deshalb für den Rückzug entschlossen. Wäre Hanse nicht auf das Täuschungsmanöver von Theodore reingefallen, wäre es wahrscheinlich nicht allzu schwer gewesen, den Gegenangriff scheitern zu lassen.

Als sich der Staub legte, hatte Davion in diesem kurzen Krieg eine ganze Reihe von Welten gewonnen: Royal, Lima, McComb, Murchison, Skat, Cylene und Markab. An der Steiner-Font veränderte sich rein gar nichts am Grenzverlauf. Das Kombinat konnte neben der erfolgreichen Verteidigung auch einige Welten erobern, neben der wichtigen Industriewelt Quentin wechselten außerdem Saffel und Formalhaut den Besitzer.