NewsBattleTechClansComputerspieleRessourcenDatenbankenSucheTWoBT-Software

Geschichte
Daten
Vereinigungskrieg
Peripherieaufstand
Operation Befreiung
1. Nachfolgekrieg
2. Nachfolgekrieg
3. Nachfolgekrieg
4. Nachfolgekrieg
Krieg von '39
Claninvasion
Tukayyid
Operation Guerro
Chaosmarken
Untergang der Nebelparder
VerCom Bürgerkrieg
Einfall der Falken
Ereignischronologie
Nachfolgestaaten
Organisationen
Kleinstaaten
Peripherie
Historische Reiche
Banditen
Söldner
Karte
Raumfahrt
Technologie
Organisation
Geheimdienste
Hintergrund
Streitkräfte
Raumflotte
Glossar

Chaosmarken (3057 - heute)

Die sogenannten Chaosmarken bildeten sich prinzipiell im Jahre 3057 aus Gebietsteilen der Mark Sarna des Vereinigten Commonwealth die eigentlichen Ursprünge reichen allerdings erheblich tiefer in die Geschichte der Menschheit zurück. Diese turbulente Region erstreckt sich als ein unregelmäßiger Streifen Weltraum randwärts von Terra und ist daher mit eine Großteil der Mark Sarna des Vereinigten Commonwealth identisch. Bis vor dem Ende des Vierten Nachfolgekrieges existierte die Mark Sarna schlichtweg nicht – ihre Welten gehörten damals noch zur Konföderation Capella und zur Liga Freier Welten. Drei Jahrhunderte zuvor, zu Zeiten des ersten Sternenbundes und der Terranischen Hegemonie, waren viele dieser Planeten im Besitz er Hegemonie. Diese Welten, darunter viele der ältesten und am weitesten entwickelten Kolonien der Menschheit überhaupt, waren schon damals die Schauplätze für Kämpfe zwischen gierigen Staaten gewesen - und das bereits seit dem Untergang der längst vergessenen Terranischen Allianz, die diese Welten ursprünglich besiedelt hatte. In vielerlei Hinsicht sind daher die Chaosmarken die Manifestation der historischen Ereignisse in dieser Region.

Die Liao-Marik Offensive verwischte die Mark Sarna beinahe vollständig, als die Truppen der Liga und der Konföderation eine Welt nach der anderen, die Hanse Davion während des Vierten Nachfolgekrieges erobert hatte, zurückeroberten. Welten, die nicht erobert wurden, fielen häufig internen Rebellionen zum Opfer – viele davon wurden vom capellanischen Kanzler Sun-Tzu Liao finanziert. In nur zwei Monaten hatte Thomas Marik alle Welten zurückerobert, die die Liga im Vierten Nachfolgekrieg verloren hatte, und bat offiziell um Frieden. Dieses formelle Ende des Krieges konnte allerdings den Tumult in der Region nicht beenden. Viele planetare Regierungen waren es auch schlichtweg leid, wie schon bei so vielen Gelegenheiten umkämpft zu werden, weswegen sie sich selbst in die Unabhängigkeit entließen. Andere brachen auch schlichtweg auseinander. Die Mächte der Inneren Sphäre erkannten dies auch schon bald, und wechselten ihre Schlachtfelder hin zu Diplomatie und Politik.

In den letzten Jahren haben die fünf Häuser unter diesen Mini-Nationen und unabhängigen Welten neue Verbündete gesucht wo sie nur konnten. Auf Planeten, wo die Kontrolle noch immer greifbar schien, unterstützten die Häuser oftmals die verschiedenen Funktionen – oft mit tödlichen Ausgang. Auf Carver V beispielsweise, initiierten von Marik unterstützte Schläfer einen pro-Liao Aufstand gegen das Vereinigte Commonwealth, nur um sie daraufhin gegeneinander auszuspielen, um dadurch den Planeten für die Liga Freier Welten zu gewinnen. Später wurde Carver V dann das Ziel von heftigen Kämpfen, als die Häuser Steiner, Davion und Liao um die Vorherrschaft wetteiferten. Nur die Aktionen eines brillanten Söldnerkommandanten verdankt der Planet seine anschließende Freiheit; danach wurde der Planet einstimmig von der Bevölkerung in Liberty umbenannt. Auf Arboris bekämpfte auch weiterhin die unabhängige Farmer Freiheitsarmee gegen Einheiten des Vereinigten Commonwealth und der Konföderation Capella, die wiederum nichts besseres zu tun haben als sich gegenseitig zu bekämpfen. Andere Welten, wie beispielsweise Northwind oder Keid erhielten ihre Unabhängigkeit durch geschickte politische Spiele. Die Auswechslung eines diskreditierten Herzogs des Vereinigten Commonwealth durch seine pro-Lyranische Tochter hielt die Welt fest verbunden zu lyranischen Interessen; ganz ähnliches hat die Rückgabe von Northwind an die Söldnereinheit Northwind Highlanders, den wohl berühmtesten Söhnen (und Töchter) dieser Welt, bewirkt – die Einheit wurde so von einem Feind zu einem potentiellen Verbündeten.

Sun-Tzu Liao hatte sich bisher als der erfolgreichste Spieler in dieser Arena der Intrigen erwiesen. Seit seiner Besteigung des capellanischen Himmelsthrons hatte er es nicht verschwiegen, dass sein Ziel die Rückeroberung aller Welten sei, die die Konföderation während des Vierten Nachfolgekrieges verloren hatte. Nachdem Thomas Marik seine Kampagnen 3057 beendet hatte, setzte Sun-Tzu seinen persönlichen Krieg mit seinen eigenen Mitteln fort. Durch terroristische Aktivitäten, Agenten die als Provokateure auftraten und emotionalen Apellen an den capellanischen Nationalismus gewann er einen nicht zu verachtenden Teil der ehemals capellanischen Welten der Chaos-Marken zwischen 3058 und 3061 zurück. Viele Welten, ermüdet durch die Streitigkeiten, hießen die Präsenz der Capellaner als Garant für Ruhe und Ordnung willkommen. Andere wiederum liegen weniger einfach im Griff der Konföderation. Die Welt Wei, deren Freiheitskämpfer den capellanischen Truppen bis Juli 3061 erfolgreich Widerstand lieferten, blieb auch weiterhin eine Brutstätte des Widerstands. Wei wurde berüchtigt in capellanischen Militärannalen für die grausige Vernichtung eines Bataillons von McCarron's Armored Cavalry, einer Einheit die 3061 offiziell den capellanischen Streitkräften angehörte. Im selben Jahr entdeckten die Rebellen auf Wei ein geheimes Lager mit tödlichem Nervengas – und setzten es ein. Durch diesen feigen Angriff wurde das gesamte Personal des Bataillons getötet und hatte natürlich einen wilden Gegenschlag zur Folge. Trotz der starken Präsenz capellanischer Truppen ist es bisher nicht gelungen, den örtlichen Widerstand vollkommen zu brechen.