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Aussenweltallianz


Die Außenweltallianz formierte sich als Reaktion auf das ausufernde Zeitalter der Kriege, ein Hintergrund welcher den Anführern ein eine pazifistische Bindung und eine mächtige Basis gegen die Technologien der Schlachtfelder. Der Vater der herrschenden Dynastie der Außenweltallianz war Julius Avellar, ein prominenter Offizier der Marine der Vereinigten Sonnen. Er war entsetzt über die grauenhaften Konflikte, die überall in der Inneren Sphäre in den frühen Jahren des 25. Jahrhunderts loderten, trat Avellar zurück und ließ sich auf dem erst kürzlich besiedelten Planeten Alpheratz nieder. Diese unabhängige Koloniewelt, nicht weit von der Grenze der Vereinigten Sonnen entfernt, bestand aus ein paar Siedlungen und reichlich natürlicher Schönheit – einer perfekten Umgebung für ein friedvolles, zurückgezogenes Leben.

Allerdings währte weder der Friede noch die Zurückgezogenheit allzu lang. Julius Avellar hatte die kriegsführende Innere Sphäre zwar physisch hinter sich gelassen, aber das Wissen von weiteren Gemetzeln lastete schwer auf seinem Gewissen. Während 2413 veröffentlichte er mehrere Flugblätter und Aufsätze verfasst, in denen er die Boshaftigkeit von Krieg und militärischen Abenteuern anprangerte. Als die bewaffneten Konflikte immer mehr ein Teil des alltäglichen Lebens in der Inneren Sphäre wurden, sahen viele der von Krieg geplagten Bürger die Schriften von Avellar als eine interessante alternative Vision für die Zukunft der menschlichen Geschichte.

Zwischen 2413 und dem Ende des selbigen Jahrzehnts flohen mehrere Hunderttausend Menschen aus den Staaten der Inneren Sphäre und ließen sich in Avellar’s friedvollem Paradies nieder. Die steigende Bevölkerung von Alpheratz erlaubte es außerdem, einige umliegende Welten zu kolonisieren. Im Jahr 2415 waren die Siedlungen zahlreich genug, um eine Nation zu gründen : Die Außenweltallianz.

Unter den ersten Ankömmlingen waren die Omniss, eine philosophische Sekte, die ihre Wurzeln auf dem oft umkämpften Planet Hsien haben. Jahre der Kriegsführung haben sie davon überzeugt, das Technologie generell den Geist des Menschen zerstört, und der einzigste Ausweg die Rückkehr zu einem Level ist, welches dem vorindustriellen Zeiten Terras entspricht. Angezogen durch Avellar’s Anti-Kriegsschriften, landeten sie 2414 auf Alpheratz und gründeten mehrere Konvente. Ihr Anti-Technologische Einstellung und ihr intensiver pazifistischer Standpunkt hinterließ einen Tiefen Eindruck in der Außenweltallianz, wodurch die wachsende Sammlung an Planeten im ersten Jahrhundert der Existenz der Außenweltallianz weitgehend landwirtschaftlich orientiert waren und nur leicht verteidigt wurden.

Die Allianz überlebte diese Jahre intakt und relativ wohlhabend, welches größtenteils durch die gekonnte Diplomatie von erfolgreichen Avellar Präsidenten und dem Misstrauen seiner zwei Nachbarn, den Vereinigten Sonnen und dem Drakonis-Kombinat. Bis diese beiden Reiche dem Sternenbund beitraten wandte niemand größere militärische Kräfte gegen den kleinen Peripheriestaat auf.

Sternenbund und Nachfolgekriege

 

Der Sternenbund schenkte der Außenweltallianz erst 2572 Aufmerksamkeit, als den Ersten Lord Berichte erreichten, das die Außenweltallianz über ungefähr ein Regiment Mechs verfügt. Ian Cameron stationierte sofort SBVS-Truppen in der gesamten Allianz, offiziell zum Schutz vor Piraten. Zunehmend lauter werdende Proteste von Bürgern der Allianz fanden auf Santiago ihren dramatischen Höhepunkt, wo der Konflikt zwischen Schneeball-werfende Kindern und einer Mechlanze von der Garnison des Drakonis Kombinats in einen Aufstand überkochte, der 27 Menschenleben forderte. Das Santiago Massaker wurde zu einem Brennpunkt, der den Vereinigungskrieg auslöste.

Der Krieg des Sternenbundes dauerte in der Allianz vier bittere Jahre, beginnend mit der Invasion von Groveld und Bryceland 2581 und endend mit dem Frieden von Cerberus 2585. Zwischen diesen Ereignissen erlebte die Außenweltallianz eine Kampagne, die durch widerliche Gräueltaten durch die Truppen des Sternenbundes und des Drakonis Kombinats gekennzeichnet war. Die Anführer der Allianz versuchten ein separates Abkommen mit Haus Davion auszumachen, um so einen Keil zwischen die Kontingente des Kombinats und der Vereinigten Sonnen zu treiben; letztendlich verschlimmerte es die Situation für die Welten, die dazwischen lagen, noch viel mehr. Die Unstimmigkeiten zwischen den Verbündeten hinderte den SBVS-General Amos Forlough dabei, einen geplanten Angriff auf die Hauptwelt Alpheratz auszuführen. Um die Außenweltallianz trotzdem in die Knie zu zwingen, befahl der General eine Kampagne der Verbrannten Erde. Forlough’s abrupte Verlegung zum Tauruskonkordat im Jahr 2584 bewahrte die Außenweltallianz wohl vor ihrer vollständigen Vernichtung, obwohl es nicht dabei half, den Krieg zu gewinnen. Im Jahr 2585 handelten Präsident Grigori Avellar und der Sternenbund den Vertrag von Cerberus aus, welcher der Außenweltallianz lokale Autonomie unter Terranischer Kontrolle garantierte. Allerdings wurde die Außenweltallianz praktisch ein ruinierter Klient der Staaten, vor denen die Gründer vor über einem Jahrhundert geflohen waren.

Die Außenweltallianz erholte sich langsam nach dem Ende des Krieges, mit nicht gerade unwesentlicher Hilfe des Sternenbundes. Der traditionelle Pazifismus wurde durch den zurückliegenden Konflikt nur weiter gestärkt, und so handelten die Anführer der Außenweltallianz ein Abkommen aus, demzufolge sie von der Notwendigkeit befreit wurden, den Sternenbund mit Truppen zu versorgen. Ohne diesen Abfluss an Ressourcen erholte sich die Allianz schnell und begann erneut zu erblühen. Der zunehmende Handel mit den Vereinigten Sonnen und dem Drakonis-Kombinat bereicherte die Außenweltallianz zusätzlich. Zwischen dem Abzug der SBVS-Truppen 2607 und den Jahren des frühen 28. Jahrhunderts erlebte die Außenweltallianz ein bisher nicht wieder erreichtes Level an wirtschaftlichem Wachstum und Lebensstandard.

Der Boom begann 2722 einzubrechen, als gierige Lords des Hohen Rates des Sternenbundes eine ausbeuterische Gesetzgebung verabschiedeten. Im weiteren Verlauf des Jahrhunderts litten die Allianz und die anderen Peripheriestaaten zunehmend unter den stetig steigenden Steuern. Als sich New Vandenbergh 2765 vom Sternenbund lossagte, verursachte der Funke der Rebellion in der gesamten Peripherie Aufstände. Die SBVS konnten die Peripheriestaaten nicht früh genug befrieden, um den Ersten Lord Richard Cameron oder den Sternenbund zu retten. Als General Alexandr Kerensky und seine Truppen mit der Niederschlagung der Aufstände der Peripherie beschäftigt war, töteten Stefan Amaris und seine Truppen den Ersten Lord und übernahmen in einem Militärputsch die Kontrolle über die Terransiche Hegemonie. Wie die anderen Peripheriestaaten auch, hieß die Allianz die Abreise der SBVS zur Wiedereinnahme Terras willkommen. In der Abwesenheit der Sternenbund-Truppen erklärte sich die Außenweltallianz für unabhängig und begann, ihre eigene Zukunft zu planen. Fünfzig Jahre von ruinösen Steuern hat von der wirtschaft nur eine Hülle übrig gelassen, und die kleine Armee, die sie zu Beginn des Vereinigungskrieges hatten, wurde niemals wieder aufgebaut. Im Angesicht der Nachfolgekriege steckten die Herrscher alle verfügbaren Ressourcen in den wiederaufbau der Armee, doch der extreme Pazifismus und das Misstrauen in Technologie der Bürger der Außenweltallianz ließ das Militär klein und schwach bleiben. Glücklicherweise hielten die Verluste der Nachfolgekriege die Staaten der Inneren Sphäre davon ab, ein gieriges Aug auf die Allianz zu werfen – allerdings verhinderte dies auch die Entwicklung von größeren Handelsbetziehungen, die die Wirtschaft vielleicht hätten wieder in Schwund bringen können.

In der meisten Zeit während der Nachfolgekriege suchte sich die Außenweltallianz eine Existenznische und betete, das kein Aggressor sie für wertvoll genug betrachten würde, um Angriffe zu rechtfertigen. Es tat niemand – unglücklicherweise – denn auch praktisch kein Investor fand die Allianz interessant genug, um dort zu investieren. Die Investoren, die sich für die reichen Mineralienvorkommen der Allianz interessierten, suchten sich meist andere Quellen, anstatt mit einer uneinigen Regierung zu verhandeln oder sich den generellen Vorbehalten gegenüber Technologie abzugeben. Ohne die Gelder, die solch eine Investitions zweifelsfrei gebracht hätten, blieben Bildung und soziale Wohlfahrtsprogramme auf der Strecke. Steigende Zahlen an Analphabeten während des gesamten 30. und 31. Jahrhunderts schreckten mögliche Investoren zusätzlich ab und sorgte dafür, das sich die meisten Bewohner der Außenweltallianz nicht über die Hand-in-den-Mund-Existenz hinaus entwickeln konnten.

Neuer Aufbruch

 

Die Allianz blieb bis 3040 das Armenhaus der Peripherie, als ComStar die Kontrolle über die wenigen HPG-Stationen der Allianz übernahm. ComStar heuerte lokale Arbeitskräfte an um neue Stationen zu bauen, und sorgte so für einen dringend benötigten wirtschaftlichen Schub. Zwischenzeitlich bewirkten von ComStar bezahlte Bildungsprogramme, das die Analphabetenrate wieder sank. Obwohl sie immer noch weit von früher Blüte entfernt waren, hatte die Außenweltallianz wieder einen Funken Hoffnung. Der Clankrieg hielt diesen langsamen Prozess kurzzeitig auf, allerdings hatte sich bereits genügend geändert, worauf ein ausreichend talentierter Anführer für eine bessere Zukunft aufbauen konnte.

Die Allianz fand solch einen Anführer in Mitchell Avellar, einem brillianten jungen Mann der die Präsidentschaft im Jahr 3056 bestieg. Obwohl er gerade einmal sieben Jahre im Amt ist, hat er Handel und Investitionsabkommen mit interessierten Firmen aus dem Vereinigten Commonwealth und dem Tauruskonkordat vorangetrieben. Die Gewinne aus diesen Unternehmen helfen dabei, weitere Aktivitäten zu fördern, wie zum Beispiel dem neuen und lukrativen Gewürzhandel. Präsident Mitchell Avellar steckte einen Teil des Geldes auch in das Militär der Außenweltallianz, welche in den letzten Jahren einem noch nie da gewesenen Aufbau unterzogen wird. Ein leichter Rückgang des Einflusses der Omniss während der Nachfolgekriege ermöglichte eine neue Generation von Politikern der Außenweltallianz, von denen viele weit weniger stark Anti-Technologisch denken als ihre Vorgänger und die wachsende Stärke der Canopisch-Taurischen Allianz mit sorge betrachten. Dadurch, das der Capellanische Einfluss in diesem Bündnis immer weiter zunahm, setzte sich die Pro-Militärische Fraktion in der Innenpolitik der Allianz durch, sowohl in der allgemeinen Bevölkerung als auch in den Hallen des Ausführenden Parlaments. Weder Präsident Avellar, noch seine Leute trauen den Capellanischen Machenschaften, und es ist die Bestimmung des Präsidenten, seine Nation vor jeglichen sich zeigenden militärischen Abenteuern zu beschützen.

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