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Hanseatische Liga

Die Gründung der Hanseatischen Liga fand im späten 29. Jahrhundert durch Exilanten des Lyranischen Commonwealth statt, um den Bestimmungen der "Militärischen Katastrophenverordnung" von Archon Elizabeth Steiner zu entfliehen. Entsprechend ihrem germanischen Erbe nannten die Siedler ihre neue Heimatwelt Bremen und begannen dort, sich eine neue Heimat aufzubauen. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten umspannte ihr Einflussbereich ein Dutzend Welten in einem Umkreis von 300 Lichtjahren, zwischen denen sie als Kuriere und Nachrichtenüberbringer tätig waren, der einzigsten Verbindung zwischen diesen verstreuten Welten. Die Macht der Händler-Siedler wuchs, und im Jahr 2891 verbündeten sie sich und bildeten die Hanseatische Liga, benannt nach einer antiken Terranischen Handelsallianz.

Als erstes kümmerte sich die Liga um wirtschaftliche Angelegenheiten. Ab 2920 jedoch diktierte der regierende Rat der Händler die Politik für viele der "unabhängigen" Welten in der Sphäre der Hanse. Als einige Welten darüber nachdachten, sich vom Einfluss der Hanse zu befreien, autorisierte der Rat die Formierung von Sicherheitstruppen, um die "Ordnung zu erhalten" und die Interessen der Hanse zu schützen. Anfangs waren es Söldner, die von Peripheriestaaten oder geheimen Kontakten in der Inneren Sphäre angeworben wurden. Ab der Mitte des 30. Jahrhunderts hatte die Hanse genügend Material aus der Inneren Sphäre zusammengebracht, um ihre eigene Armee zu formen. Händler der Hanse erwarben außerdem Informationen über Designs aktueller Kriegsmaschinen, obwohl das Produktionsniveau nie besonders hoch war. Die Fahrzeug- und Jägerfabriken sind vergleichbar mit denen der Inneren Sphäre, was es der Hanse erlaubt, erhebliche konventionelle Streitkräfte auszustellen.

In den frühen Tagen wurden Kontakte der Inneren Sphäre zur Hanse germieden. Erst in den letzten 50 Jahren gelang es einigen abenteuerlustigen Händlern der Peripherie und der Inneren Sphäre die Hanse aufzusuchen. Einige Mitglieder der Hanse versuchten die Fremdlinge gewaltsam zu vertreiben. Sie betrachteten sie als Konkurrenten bezüglich ihres Handels- und Kommunikationsmonopols, und damit der Kontrolle über die zwei Dutzend Welten der Liga. Diese Strategie erwies sich jedoch schon bald als unpraktisch.

Im Jahr 3011 beschloss der Rat, drei Welten – Bremen, Bergen und Bruges – zu öffnen, und damit jedem zugänglich zu machen. Versuche, andere Welten der Liga zu kontaktieren werden auch weiterhin mit harten Vergeltungsschlägen geahndet. Innerhalb weniger Jahre wurden diese offenen Welten zu einem wahren Bienenstock bezüglich Aktivität, einem Handelszentrum für Güter und Informationen über die gesamte Region kernwärts der Inneren Sphäre. Bis vor 3050 waren Händler der inneren Sphäre und der Peripherie die häufigsten Besucher auf diesen Welten, zuzüglich einigen Gesandten von Nuevau Castille, die nach neuen Söldnerkontrakten suchten. Die Claninvasion hat dies allerdings geändert.

Die Händler der Clans haben schon vor der Invasion verdeckt mit der Liga gehandelt. In den 3050igern tauchten sie fortan offen auf und kümmerten sich wenig um die Einschränkungen der Hanse, wo sie Handel treiben durften und wo nicht. Zum Glück für die Hanseatische Liga zeigten die Clans wenig Interesse für deren zurückgebliebenen Welten, und beschränkten sich selbst auf den Handel mit grundlegenden Gütern. Sie haben, wie auch immer, mit typischen Clan-Verhalten auf die Versuche der Hanseatischen Liga reagiert, ihren Willen durchzusetzen – mit Gewalt. Das beste Beispiel ereignete sich 3055, als ein Hanseatischer Händlerkapitän versuchte, ein einzelnes Sprungschiff der Händlerkaste der Diamanthaie nahe der Chainelaine Isles abzuschrecken. Er hatte sich gerade einmal dem Sprungschiff stark genähert, als ein Kriegsschiff in das System sprang und demonstrierte, was der Clan unter Freiem Handel verstand: Zwei Sprungschiffe und die angekoppelten Landungsschiffe der Hanse wurden zerstört sowie einige weitere schwer beschädigt. Der neue Kommandeur der Flotte zog sich intelligenterweise zurück, nachdem sein Vorgänger im Kampf den Tod gefunden hatte. Die Beziehungen zwischen den Clans und der Hanse waren seit diesem Vorfall eher frostig, obwohl niemand es von den beiden zugelassen hat, dass sich dieses Ereignis sich in den Handel zwischen den beiden einmischt. Dieses Ereignis hat die Liga allerdings dazu veranlasst, ihre Expansionsbemühungen nun in die kernwärtige und anti- spinwärtige Richtung voranzutreiben.

Im letzten Jahrzehnt kamen auch viele Agenten der Inneren Sphäre, meist getarnt als Händler, auf die Handelswelten. Zu Beginn suchten sie nach den Heimatwelten der Clans, aber in den letzten Jahren konzentrieren sich die Bemühungen darauf, Informationen über die Geschehnisse auf den Heimatwelten der Clans zu erfahren. Die meisten der Agenten gehört zu den ComStar ExplorerCorps, dem Lyranischen Nachrichtencorps und der ISA des Draconis Kombinats.

Als Antwort darauf haben die Clans eine Reihe von Agenten der Wache dorthin geschickt, die zusätzlich auch Agenten der Banditenkaste in dieser Region aufzuspüren – und notfalls auch zu eliminieren. Aus dieser Mischung aus Gruppierungen der Peripherie, Inneren Sphäre und der Clans, sowohl legitimen als auch anderen, resultiert in einem tödlichen Katz- und Mausspiel. Die Agenten der hanseatischen Liga spielen die verschiedenen Parteien regelmäßig gegeneinander aus, um so den Wert ihrer Güter und Informationen zu steigern; allerdings versuchen sie auch, übermäßiges Blutvergießen zu verhindern.