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Landungsschiffe


Der Term Landungsschiff kam zum ersten mal im 22. Jahrhundert auf und bezeichnete die riesigen, Fracht transportierenden Shuttles, die von den damaligen, relativ primitiven Sprungschiffen transportiert wurden. Als die Technologien für beide Klassen voranschritten, veränderte sich auch die Natur der dieser Schiffsklassen. Im Laufe des 25. Jahrhunderts wurde der Term Landungsschiff offiziell und bezeichnete interplanetare, nicht-Überlichtschnelle Schiffe die am Außenrumpf von Sprungschiffen transportiert werden – und nicht mehr in den riesigen Frachträumen wie die Vorgänger. Diese Landungsschiffe, erheblich vielseitigere und fortgeschrittenere Raumfahrzeuge als die Vorgänger, dockten vom sogenannten Dockkragen vom Sprungschiff nach der Ankunft im Zielsystem ab und transportierten ihre Ladung ins Systeminnere. Der Begriff Shuttle blieb weiter erhalten und bezeichnet allerdings nur noch Schiffe mit weniger als 200 Tonnen Masse, die in Landungs- oder Sprungschiffen, ähnlich wie Luft/Raumjäger, transportiert werden können.

In den Schiffsregistern auf Terra ist von über 250 verschiedenen Landungsschifftypen die Rede – die meisten sind allerdings schon lange nicht mehr im Diens. Ungefähr 100 verschiedene Modelle sind noch über die gesamte Innere Sphäre verstreut im Einsatz. Die Bandbreite reicht dabei von kleinen Angriffsschiffen bis hin zu gigantischen Frachttransportern. Ungefähr 20 verschiedene Schiffsklassen machen dabei den Großteil der heute operierenden Schiffe aus. Diese unterteilen sich in folgende Gruppen : Truppentransporter, Mechtransporter, Jägertender, Sturmschiffe, Frachttransporter und Passagierschiffe.

Jedes Landungsschiff fällt dabei in eine von zwei Designkategorien : Aerodynamisch oder Sphäroid. Aerodynamische Landungsschiffe ähneln Flugzeugen, sie benutzen Flügel und Tragflächen um in der Atmosphäre zu operieren. Sphärische Landungsschiffe haben ihren Namen von ihrer runden Form. Sie verlassen sich ganz auf ihre Fusionstriebwerke, um Auftrieb zu erzeugen.

Generell kleiner und manövrierfähiger als Sphäroiden, sind aerodynamische Landungsschiffe mit ihrer aerodynamischen Rumpfform sowie Tragflächen ideal zum Einsatz in der Atmosphäre eines Planeten. Allerdings begrenzt die aerodynamische Form konstruktionsbedingt ihre Größe und erhöht außerdem die Kosten für diese schlanken, grazilen Raumschiffe. Ein weiterer Nachteil ist, das die meisten aerodynamischen Landungsschiffe wie normale Flugzeuge auf langen, flachen Landebahnen landen und starten müssen. Diese Abhängigkeit von vorbereiteten Landeflächen macht sie weniger vielseitig als Sphäroiden. Damit aerodynamische Landungsschiffe sowie in der Atmosphäre als auch im Weltraum unter ähnlichen Bedingungenoperieren können, benötigen sie zwei Sätze von Antriebsdüsen, eines am Heck und das andere an der Unterseite des Schiffes. Obwohl diese Anordnung mehr Platz als ein einfaches Triebwerk benötigt, löst es nebenbei das Problem der internen Orientierung an Bord von aerodynamischen Landungsschiffen. Abhängig davon, ob das Landungsschiff in der Atmosphäre ist dadurch auch das Gravitationsfeld des Planeten einwirkt oder nicht, werden unterschiedliche Schubdüsen für den Antrieb benutzt. Dadurch bleibt der Bug des Landungsschiff stets "vorne" und das Heck stets "hinten".

Aerodynamische Landungsschiffe benutzen die Schubdüsen an der Unterseite zum Transit im Weltraum, in der Atmosphäre wird zu den Heckdüsen gewechselt.


Da Sphärische Landungsschiffe einen erheblich einfacheren Rumpf haben, sind sie erheblich einfacher und günstiger zu bauen. Die Einfachheit des Rumpfdesigns hat dazu geführt, das erheblich größere Landungsschiffe gebaut werden können. Das größte Sphärische Landungsschiff, die Behemoth-Klasse, wiegt 100.000 Tonnen. Das schwerste Aerodynamische, die verhältnismässig neue Conquistador-Klasse der Vereinigten Sonnen, wiegt gerade einmal 17.400 Tonnen. Sphärische Landungsschiffe haben nur ein Antriebsystem für die interplanetare als auch atmosphärische Fortbewegung. Durch die Position des Antriebs am Boden des Schiffes, ebenso wie die generelle Form des Schiffes, sind vertikales Starten und Landen möglich, ebenso ist auch ein regelrechtes Schweben möglich. Diese Möglichkeit ist sowohl ein großer Vor- als auch der größte Nachteil dieser Schiffe. Da das Haupttriebwerk nur direkten Auftrieb liefert, wird die Steuerung durch ein komplexes System von Steuerdüsen vorgenommen, die quer über den Rumpf verteilt sind. Jeglicher Schaden zu diesem System macht die Steuerung der Schiffe teilweise erheblich schwerer, wenn nicht gar unmöglich. Aber wie auch immer, die Möglichkeit, vertikal zu landen, macht sphärische Landungsschiffe gerade beim Militär sehr beliebt. Der größte Mechtransporter, die Overlord-Klasse, kann ein Mechbattaillon unter nahezu jeder Bedingung direkt zum Schlachtfeld bringen.