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Sprungschiffe


Sprungschiffe sind das Rückgrad des interstellaren Reisens. Diese schlanken, fast nadelförmigen Raumfahrzeuge wurden zu Beginn des 22. Jahrhundert entwickelt, nachdem die Arbeiten von Kearny und Fuchida wiederentdeckt wurden. Diesen beiden visionären Wissenschaftlern aus dem 21. Jahrhundert, die mit ihren Theorien die Tore zu überlichtschnellen Reisen öffneten, verdankt der Antrieb auch seinen Namen. Der lange, schmale Kerany-Fuchida-Antrieb erstreckt sich von einem Ende des Sprungschiffes zum anderen. Am Bug des Schiffes befindet sich außerdem noch eine Kommandosektion, am Heck befinden sich die Stationshaltetriebwerke. Der Kearny-Fuchida-Antrieb ermöglicht es dem Schiff, über eine maximale Entfernung von 30 Lichtjahren zwischen zwei Punkten zu "springen" – daher hat diese Schiffsklasse auch ihren Namen.

Durch Experimente an Fusionsreaktoren von Thomas Kearny und Takayoshi Fuchida zu Beginn des 21. Jahrhundert an der Stanford-Universität zeigte sich, das subatomare Partikel zwischen zwei Punkten im Raum springen konnten, wenn sie einem Hyperraumenergiefeld ausgesetzt wurden. Die Ergebnisse ließen vermuten, das durch Verstärkung dieses Effekts die Menschheit in der Lage sein könnte, große Objekte – insbesondere Schiffe – zwischen diesen Sprungpunkten verschicken zu können. Allerdings standen diese Theorien mit den bekannten Einsteinschen Gesetzen in Konflikt, und so wurden die Theorien viele Jahre von den meisten Wissenschaftlern nicht beachtet. Zu Beginn des 22. Jahrhunderts bewiesen allerdings zwei unabhängige Forscherteams die Korrektheit der Theorien – und ebneten damit für die Menschheit den Weg zu den Sternen.


Im ersten Jahrzehnt des 22. Jahrhunderts startete die Regierung der Terranischen Allianz das Deimos-Projekt, welches sich mit der Entwicklung dessen beschäftigte, was später als Kearny-Fuchida-Antrieb bekannt wurde – dessen Prinzipien sind bis heute unverändert blieben. Ein Feldinitiator am Ende des Antriebsgehäuses generiert ein Hyperraumfeld und bündelt es durch den Titan/Germaniumkern des Antriebs, wessen Supraleitende Kapazität das Feld in Stärke und Größe verstärkt. Das resultierende Feld schließt sowohl das Sprungschiff als auch alle angedockten Landungsschiffe ein. Sowie das Feld vollständig ausgebreitet ist, "schiebt" es das Schiff durch den Sprungpunkt, ein "Loch" im Raum. Die genaue Zeit für einen Sprung hängt von der zurückzulegenden Distanz ab, dauert aber niemals länger als 15 Sekunden. Das Sprungschiff erscheint dann am anderen Ende des Hyperraumrisses, dem zweiten Sprungpunkt, am Zielort.. Bei Fehlfunktionen des Antrieb erscheint das Schiff meistens an einer anderen, nicht geplanten Stelle. Bei seltenen Gelegenheiten verbleibt das Schiff anscheinend komplett im Hyperraum. Das Schicksal der unglücklichen Besatzung und Passagiere ist unbekannt.

Löcher im Raum zu öffnen verschlingt unglaubliche Mengen Energie, welches natürlich starke Strahlungssignaturen an beiden Punkten der Reise verursacht. Dabei ist insbesondere Infrarotstrahlung vorherrschend und kann kurz der Ankunft am Zielort beziehungsweit nach dem Abflug am Startort gemessen werden. Ein Loch im Raum zu öffnen ist gerade am Zielpunkt ein weit wenig kontrollierbarer Vorgang als am Startpunkt. Die nötige Zerstörung von großen Mengen atomarer Partikel bewirkt einen elektromagnetischen Impuls, der selbst noch über gigantische Entfernungen gemessen werden kann. Durch die Verfolgung solcher Energiespuren können feindliche Kräfte das Sprungschiff verfolgen und so die Landungsschiffe oder die Truppen, die sie tragen, gezielt angreifen. Nur das unausgesprochene Gesetz, welches die Zerstörung der beinahe irreparablen Schiffe verbietet und seit dem äußerst brutalen Zweiten Nachfolgerkrieg in Kraft ist, hat Sprungschiffe bisher in den allermeisten Fällen als militärische Ziele verschont.

Sprungschiffe fallen in zwei Kategorien. Die erste und mit großem Abstand zahlenreichste Kategorie sind die Transportsprungschiffe, wie zum Beispiel die Schiffe der Händler- oder Invasor-Klasse. Sowohl zivile als auch militärische Organisationen benutzen diese Schiffe, um Landungsschiffe zwischen den Sternen zu transportieren. Die zweite Kategorie, sogenannte Gefechtssprungschiffe, auch bekannt als LINK 503>Kriegsschiffe, wurde spätestens im zweiten Nachfolgerkrieg vollständig vernichtet. Erst durch die technologische Renaissance, die durch den Gray-Death-Kernspeicher möglich wurde, bekam die Menschheit wieder das nötige Wissen zum Bau dieser Schiffe. Durch zusätzlichen Druck, der durch die Claninvasion entstand, haben alle Nachfolgerstaaten die Entwicklung und Produktion solcher Schiffe beschleunigt.