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Sprungschiffsysteme

Wie die Landungsschiffe haben natürlich auch alle Sprungschiffe einige grundlegende Systeme gemein: Energie-, Waffen-, Kontrollsysteme, Gravdecks und Frachträume.

Eine Rißzeichnung eines Sprungschiffes findet sich am Ende des Dokuments.

Energiesysteme

Das Herz eines Sprungschiffs ist der Kearny-Fuchida-Hyperraumantrieb. Er besteht aus einer Titan/Germanium-Legierung in einer mit flüssigem Helium gefüllten Röhre. Dieser Antriebskern fungiert als ein einziger, riesiger, supraleitender Kondensator, in dem die riesigen Mengen an Energie gespeichert werden können, die für einen Hyperraumsprung benötigt werden. Der Antriebskern ist größter Bestandteil des Raumfahrzeugs und daher zugleich auch der empfindlichste. Sprungschiffe können zwei Arten von Antriebskernen verwenden: Die Standardvariante, die bei den meisten Transport-Sprungschiffen verwendet wird, und dem Kompaktantrieb, der von Kriegsschiffen verwendet wird. Ein Standardantrieb nimmt 95 Prozent der Gesamtmasse eines Sprungschiffs ein, während die Kompaktvariante um die 45 Prozent belegt, wodurch natürlich ein entsprechend ausgerüstetes Raumfahrzeug weit mehr Bewaffnung, Panzerung und andere Systeme tragen kann. Allerdings kostet ein Kompaktantriebes auch das Fünffache des Standardantriebs. Zur Zeit des Sternenbundes konnten die Werften Antriebe mit einem Gewicht von nicht mehr als 2.500 Tonnen herstellen, doch der Verlust vonTechnologien und Wissen in den Jahrhunderten der Nachfolgekriege Kriege entzog den Schiffbauern des 31. Jahrhunderts diese Möglichkeiten. Bis zur Entdeckung des Gray Death-Kernspeichers wog der kleinste Antrieb, den man zu bauen konnte, stattliche 35.000 Tonnen. Mit Hilfe des Gray Death-Kernspeichers nähern sich die Wissenschaftler nun aber wieder den kleineren Antriebsgrößen.

Nahe dem hinteren Ende eines Sprungschiffes befindet sich der Feldinitiator, die zweite entscheidene Komponente eines Sprungantriebs. Dieses Gerät erschafft ein Hyperraumfeld und fokussiert es mit Hilfe des Antriebskerns, bis es eine genügend große Ausdehnung erreicht hat, um das SprungSchiff mitsamt den angedockten Landungsschiffen, zu umschließen. Die Erschaffung und Ausweitung dieses Feldes verschlingt gigantische Mengen Energie; jeder einzelne Sprung benötigt die gesamte Ladung des Antriebskerns, auch wenn er nicht über die volle Distanz geht. Das Wiederaufladen des Kerns dauert dann - je nach Typ des Sterns - sechs bis acht Tage.

Neben dem Kearny-Fuchida-Antrieb besitzt jedes Sprungschiff auch noch einen massiven Fusionsantrieb. Obwohl er bedeutend größer ist als die entsprechenden Systeme an Bord von Landungsschiffen, nimmt dieses Parktriebwerk doch nur einen relativ kleinen Teil der Gesamtmasse eines Sprungschiffes ein, so daß er meist nur wenige Zehntel g Beschleunigung erzeugen kann. Dadurch eignet sich der Parkantrieb auch lediglich für das Halten der Position am Sprungpunkt und kleinere Manöver in seiner Nähe. Ein Treibstofftank versorgt diesen Normalantrieb mit zweiatomigem Wasserstoff (H2), zusätzlich könnte ein Sprungschiff daraus natürlich angedockte Landungsschiffe mit Brennstoff versorgen.

Ein großer Fusionsreaktor versorgt das Sprungschiff mit elektrischer Betriebsenergie, darunter wichtige Systeme wie die Lebenserhaltungssysteme und Computer. Notfalls ist dieser Reaktor auch in der Lage, den K-F-Antrieb innerhalb weniger Stunden mittels eines Schnellaufladeverfahrens erneut aufzuladenmachen. Allerdings birgt eine derart stark verkürzte Ladezeit die Gefahr eines Fehlsprungs oder einer Beschädigung des empfindlichen K-F-Antriebs, weswegen diese Prozedur nur in äußersten Notfällen zum Einsatz kommt.

Normalerweise erfolgt die Aufladung des K-F-Antriebs über die Solarsegelanlage des Sprungschiffes. Dieses sogenannte Sprungsegel, das aus einer hochbelastbaren Polymerfolie und einer ausgeklügelten Takelungsanlage besteht, befindet sich am Heck des Raumfahrzeugs. Bei einem Durchmesser zwischen 800 und 1500 Metern ist das Segel mit einer photochemischen Schicht überzogen, die nahezu alle Formen von Energie absorbieren und in Antriebsenergie umwandeln kann. Ein solches energiespeicherndes Segel bleibt auf dem Radar unsichtbar und ist auch visuell nur sehr schwer zu entdecken. Trotz seines enormen Durchmessers beträgt die Dicke eines Sprungsegels nur wenige Millimeter, wodurch es extrem anfällig gegenüber Beschädigungen ist. Um entstandene Schäden zu minimieren, besteht jedes Segel aus mehreren Einzelflächen, die jeweils mit einem verstärkten Rahmen umgeben sind. Ein Sprungschiff mit entfaltetem Segel ist nicht in der Lage zu manövrieren; falls es dies doch versuchen sollte, würde schon die kleinste Kursänderung ausreichen, um das empfindliche Polymer unrettbar zu beschädigen.

Wenige Sprungschiffe der Inneren Sphäre - in der Mehrzahl handelt es sich dabei um Schiffe ComStars oder aber um die paar Einheiten, die Jahrhunderte des Krieges relativ unbeschadet überstanden haben - sind mit Lithium-Fusionsbatterien ausgestattet, welche es einem Schiff ermöglichen, Energie für einen zweiten Sprung zu speichern. Diese zusätzliche Ladung erlaubt es einem Sprungschiff zwei Sprünge innerhalb kürzester Zeit durchzuführen, ohne sich dabei den Gefahren einer Schnellaufladung per Fusionsreaktor zurückgreifen zu müssen. Dieser enorme taktische Vorteil ist den meisten Anwendern auch die astronomischen Kosten wert, die das dreifache des KF-Antrieben selbst betragen.

Die wiederholte Aktivierung des Hyperraumantriebs innerhalb kürzester Zeit erzeugt jedoch enormen Stress auf den gesamten KF-Antrieb und kann daher trotzdem zur Beschädigung oder gar Zerstörung der zentralen Bestandteile führen. In der Praxis wird die Lithium-Fusionsladung nur drei bis vier Tage nach dem letzen Sprung für einen erneuten Hyperraumsprung eingesetzt, was gegenüber der sonst üblichen Wartezeit von 7 oder 8 Tagen, die für eine Aufladung per Sprungsegel benötigt werden, eine deutliche Verbesserung darstellt. Genau wie beim K-F-Antrieb selbst kann eine Lithium-Fusionsbatterie sowohl per Sprungsegel als auch mit Hilfe des Fusionsreaktors aufgeladen werden, jedes dieser Systeme kann jedoch nur eines dieser Aggregate auf einmal speisen. Wenn das Sprungsegel zum Beispiel gerade zur Aufladung des Kernantriebs verwendet wird, müßte die Lithium-Fustonsbatterie zwangsläufig vom Fusionsreaktor gespeist werden. Allem Anschein nach gehören Lithium-Fusionsbatterien auf den Sprung- und Kriegsschiffen der Clans zur Standardausrüstung. Aber auch Haus Kurita hat insbesondere in den späten Jahren der Claninvasion einen nicht gerade unwesentlichen Teil der zur Verfügund stehenden Schiffe mit Lithium-Fusionsbatterien nachzurüstet - mit entsprechenden Nachteilen für die finanzielle Lage des Kombinats.

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Waffensysteme

Abgesehen von ein paar schweren Lasern oder Partikelprojektorkanonen, die zur Zerstörung von Meteoriten eingesetzt werden, verfügen Transport-Sprungschiffe im Allgemeinen über keinerlei Bewaffnung. Die zur Meteoritenabwehr eingesetzten Geschütze sind zusätzlich nur selten stark genug, um ein gepanzertes Raumfahrzeug ernsthaft beschädigen zu können. Allerdinbgs sind sie durchaus in der Lage, einen nur mit einem Druckanzug ausgestatteten Menschen zu töten. Unter den Sprungshiffen der Inneren Sphäre verfügt nur die Invasor-Klasse über so starke Laser oder PPKs, die als Offensivbewaffnung gewertet werden kann. Weil die Invasor oftmals für Militärtansporte verwendet werden, sollten ihre Geschütze auch schon für die Abwehr von Enterversuchen ausgelegt sein, doch selbst die Bewaffnung eines Invasor reicht nicht aus, um ein angreifendes Schiff zerstören zu können. Die Clans verfügen jedoch über eine Reihe von Erkundungsschiffen, wie zum Beispiel die der Jäger-Klasse, die mit einer nicht ganz unerheblichen Bewaffnung ausgestattet sind. Obwohl diese in erster Linie dazu gedacht ist, Piraten und andere Gegner von einem Angriff abzuhalten, können die Sprungschiffe der Clans durch ihre Bestückung doch auch eine offensive Rolle einnehmen. Einige der anderen gebräuchlichen Sprungschiffe der Clans sind im allgemeinen noch erheblich schwerer bewaffnet, die Odyssey- und die Comitatus-Klasse haben durchaus die Feuerkraft eines größeren militärischen Landungsschiffen. Zusätzlich besitzt letztere Buchten für einen Binärstern Jäger.

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Kontrollsysteme

Die Brücke und Besatzungsunterkünfte eines Sprungschiffs befinden sich zumeist in der pilzförmigen Bugsektion. Die Kontrollsysteme des Schiffes, zu denen die Manövrier-, Hyperraumsprung- und Navigationskontrollen zählen, sind auf der Brücke untergebracht, die normalerweise die doppelte Größe einer Landungsschiffbrücke besitzt. Die einzelnen Stationen nehmen dabei jeglichen verfügbaren Raum ein, so daß es nicht ungewöhnlich wäre, dass Besatzungsmitglieder "kopfunter" an der Decke zu sitzen scheinen. Meist existieren für die seltenen Fälle, in denen es zu Beschleunigungsmanövern kommt, auch Ausweichstationen. In einem bemerkenswerten Kontrast zur angespannten Atmosphäre auf einer Landungsschiffbrücke geht es auf der Brücke eines Sprungschiffs auffallend ruhig und gelassen zu. Dies rührt daher, daß die Besatzung eines Landungsschiffs, egal ob zivil oder militärisch, im Flug stets mit einer Konfrontation durch gegnerische Kräfte oder Schwierigkeiten bei der komplexen Steuerung des Raumfahrzeuges zu rechnen hat. Die Crew eines Transport-Sprungschiffs hingegen ist solche Gefahren nur in den seltensten Fällen ausgesetzt. Das schlimmste, womit die Besatzungsangehörigen eines Sprungschiffs rechnen müssen, ist ein Warnschuß vor den Bug oder in das Sprungsegel; außerdem zeichnet sich der Betrieb eines Sprungschiffs auch durch eher nicht allzu komplexe Manöver aus.

Die Brücken von Sprungschiffen verfügen zumeist über ähnliche Stationen wie Landungsschiffe, wobei hier noch eine weitere Navigationsstation hinzukommt. Sollte der Navigationscomputer einmal ausfallen, verfügt statt dessen der Navigationsoffizier über eine genügend große Qualifikation und Erfahrung, um den K-F-Antrieb notfalls auch manuell programmieren zu können. Als weitere Neuerung wird auf einigen wenigen ausgewählten Schiffen das Zentrum der Brücke von einem Holotank eingenommen, der die kleineren Tischgeräte ersetzt, die auf älteren Schiffen üblich sind. Die Brückenoffiziere nutzen diese Holotanks zur Darstellung dreidimensionaler Sternenkarten und zur Berechnung der Reiserouten. Auf zivilen SprungSchiffen der Inneren Sphäre sind diese teuren Systeme nur äußerst selten anzutreffen, doch bei den Clans wird diese Technologie auf sämtlichen Sprungschiffen engesetzt. Unsere Nachforschungen haben ergeben, das Clankommandeure ihre Holotanks auch dazu nutzen, um dem Verlauf von Schlachten sowohl im Orbit als auch auf dem Boden zu verfolgen.

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Gravdecks

Die meisten der größeren Sprungschiffe (100.000 Tonnen und mehr) verfügen über ein sogenanntes Gravdeck, durch das die Besatzung in den Genuß einer künstlichen Schwerkraft kommt. Eine ringförmige Schiffssektion kann diese künstliche Gravitation erzeugen, indem sie um die Längsachse des Schiffes rotiert und auf diese Weise wie eine gigantische Zentrifuge wirkt. Sobald sich das Deck zu drehen beginnt, wird jedes Objekt durch die Wirkung der Zentrifugalkräfte vom Mittelpunkt aus nach außen gezwungen. Die Wände des Decks werden auf diese Weise zum "Boden" und vermittelt den Eindruck einer normalen Schwerkraft wie sie auf Planeten herrscht. Weil das Gravdeck zu klein ist, um die Unterkünfte der gesamten Besatzung zu beherbergen, befinden sich dort normalerweise nur die Aufenthaltsräume für dienstfreies Personal.

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Frachträume

Obwohl Sprungschiffe normalerweise nur für den Transport von Landungsschiffen verwendet werden, können auch sie Fracht in ihren bordeigenen Laderäumen mitnehmen. Die durchschnittliche Frachtkapazität eines Sprungschiffes ist allerdings relativ gering und beläuft sich auf einige hundert Tonnen. Dieser Menge sind allerdings meist aus rein praktischen Gründen Grenzen gesetzt. Da Sprungschiffe - wie bereits erwähnt - primär zum Transport voll beladener Landungsschiffen dienen, müßte jede zusätzliche Fracht, die sich an Bord des Sprungschiffes befindet, extra auf weitere Landungsschiffe umgeladen werden, damit sie ihren Zielort erreichen kann. Weil die überwiegende Anzahl der Landungsschiffe jedoch stets voll ausgelastet ist, benutzen die meisten Sprungschiffe ihre Frachtkapazität lediglich zumTransport eigener Bedarfsgüter. Bei längeren Forschungs- oder Aufklärungsmissionen kann sich dieser zusätzliche Stauraum für Vorräte natürlich als entscheidend für den Erfolg der Mission erweisen.

Praktisch alle Sprungschiffe verfügen zumindest über einen Andockring, der Landungsschiffe während des Hyperraumsprungs sicher an Ort und Stelle hält. Normalerweise befinden sich diese Andockringe an speziell verstärkten Sektionen (die auch als Dockverstärkungen bezeichnet werden) der äußeren Ummantelung des Kearny-Fuchida-Antriebs. Das Zentrum einer solchen Andockanlage wird üblicherweise von eine Reihe von Verbindungsanschlüssen eingenommen, die den Transfer von Fracht, Passagieren und Treibstoff zwischen Sprungschiff und Landungsschiff erlauben. Die entsprechenden Kupplungen und Zuleitungen können von einer kleinen Andock-Kontrollstation ganz in der Nähe aus gesteuert werden.

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Aufbau eines Sprungschiffes



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