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Die Lyranische Allianz : Haus Steiner


Obwohl es einen neuen Namen trägt, ist die Lyranische Allianz prinzipiell nichts weiter als die Reinkarnation des Lyranischen Commonwealth. Es besitzt in etwa die selben Grenzen, und besitzt auch viele der Stärken und Schwächen seines berühmten Vorgängers. Eine der Stärken ist sicherlich der nüchterne Pragmatismus, ein Instinkt für ein gutes Geschäft und eine echte Hingabe für den Frieden als beste Garantie für Wohlstand. So wie das Commonwealth dass sie ersetzt, besitzt die Allianz - vergliechen mit den anderen Nachfolgestaaten - ein schwaches Militär. Obwohl es ausreichend stark ist das eigene Territorium zu verteidigen, leidet das Militär ständig unter dem Fehlen von Fertigkeiten unter den Rängen der hohen Offiziere. Loyalitätsfragen kamen zusätzlich zu den militärischen Problemen hinzu; im Kielwassers der Sezession vom Vereinigten Commonwealth wird unbestreitbar meist einer pro-Steiner Haltung mehr Gewicht beigemessen als einer kompetenten. Mit dem aufflammenden Bürgerkrieg steht die Allianz ihrer ernstesten Bedrohung und ihrem stärksten Test bevor. Wie und ob es ihn überlebt wird in den folgenden Jahren die Zukunft der Bürger bestimmen.

Gründungsfamilien

Haus Steiner, obwohl lange mit dem von ihm regierten Commonwealth identifiziert, spielte keine Rolle in dessen Gründung. Dies erreichten die drei Familien welche zu dieser Zeit eine weitaus größere Prominenz in dieser Region genossen: die McQuistons, die Marsdens und die Tamars. Der McQuiston-Clan herrschte über die Föderation von Skye, eine interstellare Nation, errichtet auf dem gewinnbringenden "Skye Traders" Handels Konglomerat. Die Marsdens beherrschten gleichzeitig das Donegalprotektorat, eine Sammlung aus resourcenreichen Planeten, zusammengehalten von den Handelsschiffen der "Donegal Fracht und Waren Gesellschaft". Die Tamars gaben der von ihnen erschaffenen Domäne ihren Namen, dem Tamar-Pakt. Diese mit fruchtbaren Farmwelten gesegnete Region wurde von ihnen gegen die Gefahr durch Banditen mit Hilfe der besten Soldaten dieser Region beschützt.

Wie auch andere Nationen der Inneren Sphäre formierte sich das aucd das Reich im 23. Jahrhundert, welches als das Lyranische Commonwealth bekannt werden sollte, um als Alternative zur in Unruhe versinken Heimatwelt der Menscheit - Terra - zu dienen. Im Gegensatz zu den meisten der anderen Staaten fürchteten die Bewohner dieser Region nicht die Möglichkeit der militärischen Eroberung durch Terra, eher zwangen sie ökonomische Gründe zu diesem Schritt. Der Tamar-Pakt wurde 2235 gegründet, nur zwei Jahre bevor der politische Umsturz von 2237 den Einflußbereich Terras auf seine Kolonien drastisch senkte.

Die Sensibilität gegenüber Ebbe und Flut der politischen Wellen war der Grund, warum sie aufgrund der Wirtschaft entweder florieren oder kollabieren konnten. Die Händler von der Tamarwelten sahen den Rückzug Terras kommen und sicherten daher ihr Überleben in einem plötzlich risikoreicherem Universum. Die Föderation von Skye und das Donegalprotektorat, formten sich 2299 und 2301; sie entstanden in den Jahren der Verdüsterung in der terranischen Allianz - eine Dekade bevor deren Regierung gewaltsam kollabierte. Aufgrund der vielen Jahren, die sie unter der freundlichen Vernachlässigung Terras's gelebt hatten, wußten die Führer der jungen Nationen, das sie nicht auf eine Verbesserung hoffen konnten während sich die Zustände innerhalb der Allianz verschlimmerten. Wenn ihre Welten wirtschaftlich erblühen sollten mußten sie sich miteinander verbünden.

Der Aufstieg der Terranischen Hegemonie in den frühen Jahren des 24. Jahrhunderts stellte keine militärische Gefahr für die Territorien von Skye, Donegal oder Tamar dar. Die letzteren beiden Reiche waren zu weit entfernt von Terra um einfache Ziele darzustellen, und die Skye-kontrollierten Welten lagen direkt entgegengesetzt zu der anfänglichen Richtung der terranischen Eroberungen. Um 2330 hatte der Führer der Hegemonie, James McKenna, die Sinnlosigkeit einer gewaltsamen Wiedervereinigung aller von Menschen besiedelten Welten erkannt und verlagerte sich auf die Diplomatie. Alle drei lyranischen Reiche profitierten im gewaltigen Ausmaß von der folgenden terranischen Absicht, Gelder aus den reichhaltigen Handelsverträgen in die Finanzierung von Entwicklung und Kolonisierung zu stecken. Der Tamar-Pakt und das Donegalprotektorat erweiterten massiv ihre Grenzen, während die Föderation von Skye die Entwicklung ihrer Welten zu industriellen Schwerpunkten vorantrieb.

Im Laufe der 2330er, verstärkten die drei Regionen ihre Bindungen zueinander. Jede hatte Resourcen oder Fähigkeiten, die die anderen benötigten. Die Fabriken von Skye hingen immer stärker von Donegals reichen Resourcenquellen ab während beide die Nahrungsmittel aus Tamar benötigten. Der Tamar-Pakt erwarb im Gegenzug fertige Güter aus der Region Skye, welche hauptsächlich aus Grundstoffen aus der Föderation von Donegal hergestellt worden waren. Militärische Gründe spielten ebenfalls eine Rolle, hauptsächlich für die Bewohner von Tamar. Ihre Welten lagen nahe am Drakonis Kombinat, welches seine expansionistischen Muskeln bereits bei der Invasion in die Prinzipalität Rasalhaag 2330 unter Beweis gestellt hatte. Um nicht das nächste Opfer des Kombinates zu werden, schlug Kevin Tamar 2339 Robert Mardsen vom Protektorat Donegal sowie Thomas McQuiston von der Skye Föderation den Zusammenschluß ihrer drei Staaten vor. Die drei Führer trafen sich 2340 auf Arcturus; am Ende des Jahres, in dem sie formell die Verbindung ihrer Territorien zu einem Reich verkündeten. Im Januar 2341 erkannte der Generaldirektor der Terranischen Hegemonie offiziell das Lyranische Commonwealth an und begrüßte es in der Familie der interstellaren Nationen.

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Eine nicht perfekte Union

Die Gründer des Lyranischen Commonwealth hatten es mit der Vision gegründet, durch einen ausgeklügelten Plan für wirtschaftliche Integration und einem kompliziert ausbalanciertem politischen System aus neun Archonten für sich und ihre Bürger eine blühende Zukunft zu sichern. Stattdessen waren die frühen Gründungsjahrzehnte durch wirtschaftliches Chaos und politischer Korruption gekennzeichnet. Die Blaupause für die Zusammenführung der drei Wirtschaftsräume schienen auf dem Papier gut zu funktionierten, erwiesen sich jedoch in der Realität als fatal, was zu wilden Schwankungen in den planetaren Ökonomien führte. Die Archonten waren in einer einzigartigen Position diese Veränderungen für ihren persönlichen Vorteil auszunutzen. Viele von ihnen, insbesondere die die schon an Bestechungen für kleine Gefälligkeiten gewohnt waren, konnten der Versuchung einfach nicht wiederstehen dieses Spiel auch in einer höheren Ebene weiterzuspielen. Während sie kräftig Gewinne einfuhren gehörte der einfache Bürger zu den Leidtragenden. Der Widerwille der Archonten, diesen Status quo zu ändern, verstärkten die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des jungen Reiches immer weiter. Robert Marsden, der einzigste der Archonten die nicht in Währungsspekulation, Insiderhandel oder anderen Formen von Korruption verwickelt war, konnte nichts weiter tun als zuzusehen, wie seine Nation sich langsam Richtung Kollaps bewegte. Ohne die Mitarbeit der anderen Archonten war er machtlos und konnte keine Änderungen bewirken.

In den späten 2360ern, während die Lyranische Wirtschaft immer noch zwischen Rezession und Boom taumelte startete das benachbarte Draconis Kombinat ein massives industrielles Aufbauprogramm. Ab 2373 konnte man die Früchte in Form eines langsamen militärischen Aufbaus entlang der Grenze sehen. Als die lyranische Zentralregierung die Steuern erhob um ihr eigenes Militär ebenfalls zu vergrößern brach die politische Hölle los. Demonstranten auf unzähligen Welten zogen auf die Strassen während wilde Streiks und Arbeitsniederlegungen eine neue Runde des wirtschaftlichen Leidens heraufbeschwörten. Einige Aktivisten im Tamarpakt schlugen sogar die Abspaltung des Paktes vom Commonwealth und einen anschließenden Vertrag mit dem Kombinat vor. Das Commonwealth schien zu implodieren, bis Archon Robert Marsden in Aktion trat.

Archon Robert Marsden, Führer des Protektorat Donegal und Unterzeichner der ursprünglichen Commonwealth-Artikel, weigerte sich den Vorsitzenden beim Zusammenbruch der Nation zu sein, bei der er geholfen hatte sie zu gründen. Anfang 2375 wandte er die Ressourcen seines Büros dazu auf, Beweise für die dunklen Machenschaften seiner Mitarchonten zu sammeln. Zwischenzeitlich brach er zu einer ausgedehnten Reise zu Welten des Commonwealth auf. Offiziell war er unterwegs um Fakten für die nächste Runde der Wirtschaftentwicklungstreffen zu sammeln, in Wirklichkeit nutzte er diese reise jedoch um seine politische Unterstützung unter den Anführern der planetaren Regierungen zu festigen. Zusätzlich reaktivierte er alte Kontakte aus seiner Zeit beim Militär von Donegal, durch die nach und nach ein Netzwerk aus loyalen Einheiten innerhalb des Commonwealth-Militärs aufgebaut wurde. Im August 2375 war Marsden dann bereit für seinen nächsten Schritt.

Die neun Archonten trafen sich in diesem Monat – wie gewöhnlich – auf Arcturus. Dieses Treffen erreichte nur wenig, außer dass es für Marsden persönlich seinen Kurs bestätigte. Als die anderen Archonten den Planeten verließen blieb nur Marsden auf dem Planeten zurück. Als sie auf dem Weg zu ihren Heimatwelten waren, und damit weit entfernt von ihren Privatarmeen, sandte Marsden durch das gesamte Commonwealth Details über ihre kriminellen Aktivitäten. Dann enthob er die anderen Archonten formell all ihrer Macht und ernannte sich selbst zum alleinige herrschende Autorität. Er beendete seine außergewöhnliche Ansprache mit dem persönlichen Gelöbnis weder den Tyrann zu spielen, noch die Misswirtschaft und den regelrechten Diebstahl der vergangenen drei Jahrzehnte fortzusetzen. Stattdessen versprach er den Lyranischen Bürgern eine erhebliche lokale Autonomie und Mitspracherecht in ihrer eigenen Regierung, zusätzlich natürlich auch der Wohlstand der ihnen so lange verwehrt wurde. Im Gegenzug für ihre Unterstützung garantierte er ihnen allen ein anständiges Leben und eine bessere Zukunft.

Marsden bekam das Mandat was er wollte, geschürt durch den Aufschrei über den Machtmissbrauch der anderen Archonten. Seine eigener Ruf für höfliche Handlungen verbesserten seine öffentliches Ansehen zusätzlich; es gab nur wenig Widerspruch als Marsden’s Truppen die anderen Archonten festnahmen und sie zu lebenslangen Haftstrafen abführten. Die Gründung der Generalstaaten im Dezember 2375 bestätigte viele Lyraner in der Richtigkeit ihrer Entscheidung, den einzigen verbliebenen Archon zu unterstützen. Diese einem Parlament ähnliche Institution beinhaltete Repräsentanten von mehr als der Hälfte der Planeten des Commonwealth, womit zum ersten Mal die einzelnen Welten ein Mitspracherecht in ihrer eigenen Regierung hatten. Als ersten Akt setzten sie Robert Marsden als Archon Basileus für das gesamte Lyranische Commonwealth ein.

Während der ersten Wochen seiner Herrschaft entwarf Marsden eine neue Verfassung und sandte eine Kopie an jede Welt des Commonwealth weiter. Die „Artikel der Anerkennung“ garantierte scheinbar vollständige Autonomie bezüglich örtlichen Angelegenheiten für die Mitgliedswelten, natürlich unter einer Voraussetzung. Jede Welt musste zustimmen, den militärischen Anfragen nachzukommen die ihnen für die gemeinsame Verteidigung gestellt wurden. Außerdem mussten sie einen Teil ihres Bruttoplanetenprodukts für den Unterhalt einer stehenden Armee aufwenden. Diese Artikel machten den Archon auch zum höchsten Kommandeur des Streitkräfte des Lyranischen Commonwealth und jeder privaten Armee, die innerhalb der Grenzen des Commonwealth existierten. Die meisten hatten mit den ersten Bestimmungen keine Probleme; letztere bereitete jedoch einigen Kopfschmerzen. Zwischen 2376 und Anfang 2378 unterzeichneten alle bis auf 22 Planeten die Artikel. Einige dieser Welten verlangten Unabhängigkeit vom Commonwealth, andere fürchteten die Konzentration von so viel Macht im Amt des Archon. Sie verwiesen auf Marsden’s Kontrolle des Militärs und argumentierten, dass die Generalstaaten keine ausreichende Kontrollinstanz für diese Macht waren, die letztendlich auf einen Militärdiktator hinausliefen.

Die folgenden Taten von Marsden verstärkte sie in dieser Ansicht. Planeten, dessen Regierungen sich ihm wiedersetzten, fanden sich schon bald inmitten einer Blockade durch die Marine des Commonwealth wieder. Im Angesicht eines langsamen Hungertodes lenkten schnell alle bis auf acht abtrünnigen Welten ein. Die verbliebenen Planeten konnten sich selbst versorgen und so die Blockade praktisch unbegrenzt durchhalten. Der Archon gab ihnen allerdings nicht diese Chance. Während dem Rest des Jahres 2378 führten Truppen des Commonwealth Invasionen auf Tamar, Skye und den anderen sechs widerspenstigen Welten eine Invasion durch. Die Kampagnen waren heftig und blutig. Sie vereinigten das Commonwealth zwar endgültig, legte jedoch auch gleichzeitig den Samen für spätere Unabhängigkeitsbewegungen. Der Planet Skye sah einige der verbittersten Kämpfe; weshalb die Einwohner, größtenteils Irischer und Schottischer Abstammung, schworen, die Gewalt niemals zu vergessen, die ihrer Heimatwelt angetan wurde. Ihre Nachfahren haben dieses Gelöbnis führ Jahrhunderte eingehalten, meist mit tragischem Ergebnis.

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Anbruch eines Zeitalters

Die plötzliche Transfomation der Commonwealthregierung war Grundlage für eine nahezu wundersame Erholung der Wirtschaft, entfacht durch die Bestrebungen des Archons zur Wiederbelebung des lyranischen Handels. Fünfzehn Jahre nach dem Beinahezusammenbruch produzierte das Lyranische Commonwealth wieder Exportwaren für die gesamte Innere Sphäre und hatte zudem lukrative Verträge zur Ausrüstung des Militärs der terranischen Hegemonie gewonnen. Diese Verbindung zur Hegemonie gewährte den lyranischen Streitkräften Zugang zu neuester Waffentechnologie und diese nutzten dies zugleich um ihre zunehmenden Einheiten auszurüsten. Dieser Überfluß beim Militär verdeckte jedoch eine Schwachstelle, die der Nation auch noch in den folgenden Jahrhunderten immer und immer wieder teuer zu stehen kommen würde.

Wie in jedem Staat der Inneren Sphäre gab es auch in den Reihen der hochrangingen Offiziere viele blaublütige Versager, aber das Lyranische Militär litt besonders unter dem Auftreten der sogenannten "Gesellschaftsgeneräle". In den frühen Tagen des Commonwealthes war der Titel eines Generales oft Eigentum von einflußreichen aber nichtadeligen Machtmenschen, reichen Industrialisten, Bänkern und ähnlichem. Nicht lange und diese "Ersatzgeneräle" suchten neben einer militärischen Austattung ihrer Untergebenen auch Kontakt zu auserlesenen Gegenständen. Im Gegenzug nahmen viele der wirklichen Generäle den Geschmack des gehobenen Lebens auf von ihren gesellschaftlichen Gegenstücken. Im letzten Jahrzehnt des 24. Jahrhunderts waren die Fähigkeiten von lyranischen Generälen für Small-Talk und Kartenspiele ebenso wichtig wie seine militärischen. Dieser Hang zu nichtmilitärischen Angelegenheite hatte zu Beginn des Commonwealthes keinen besondere Auswirkungen, da aufgrund der überlegenen Waffen und der reichen Auswahl an Ersatzzielen ihre Feinde sich anderweitig orientierten. In den Jahren um 2390 allerdings nahm die Bewaffnung der gesamten Inneren Sphäre einen Quantensprung nach vorne. Das Zeitalter der Kriege war nah und das Lyranische Commonwealth solte einen hohen Preis für die gesellschaftliche Haltung in seinem Generalsstab zahlen.

Das Zeitalter der Kriege erreichte den lyranischen Raum im Jahr 2407 als das Kombinat die Grenzregion zwischen Tamar und Skye überrannte. Die Vorhut des Kombinates führte anschliesend einen tödlichen Schlag gegen die Streitkräfte der Lyraner aus als es die lyranische Hauptwelt Arcturus angriff. Obwohl besser ausgerüstet als die Angreifer, mangelte es den Lyranern an einem effektiven Schlachtplan. Komandeure, eher im gesellschaftlichen als im militärischen Bereich zuhause, befahlen hoffnunglose Gefechte gegen überlegene Gegner und wilde, selbstmörderische Angriffe für Ruhm und Ehre; oder waren schlichtweg unfähig zu handeln während ihre untergebenen Offiziere versuchten Ordnung in das entstandene Chaos zu bringen. Die Welle wandte sich nicht zugunsten der Verteidiger, bis Archon Alistair Mardsen, selbst ein fähiger Kommandant, die kommandierenden Generäle entließ und selbst die Führung übernahm. Im Spätsommer 2407 führte Archon Alsitair seine Truppen zu einem überwältigendem Sieg auf Morningside.

Einige Einheiten des Kombinates verblieben auf nahegelegenen Welten, immer in Angriffsdistanz zur Zentralwelt. Mit der Zustimmung des lokalen Generals verlegte der Archon die Regierung auf seine eigene Heimatwelt, das eisige Tharkad. Kurz nach dieser Verlegung, in den ersten Wochen des Jahres 2408, griffen lyranische Truppen die Kombinatswelt Wega an und vernichteten eine zweite Invasionstruppe, die dort versammelt worden war. Dieser Sieg wurde jedoch bald überschattet vom Verlust des Archons, welcher auf der Wüstenwelt Menkent bei einem Frontalangriff auf eingegrabene Kombinatstruppen fiel. Mit dem Tod des lyranischen Feldherren und den Kombinatstruppen am Boden kam die Krise von 2407-2408 zu einem plötzlichen Ende. Aber der Frieden sollte sich als flüchtig erweisen.

In den folgenden 35 Jahren kam es immer wieder zu Scharmützeln mit dem Draconis Kombinat, dessen Streitkräfte immer wieder in die Grenzen des Lyranischen Commonwealthes eindrangen. Da die lyranischen Streitkräfte immernoch von zu vielen inkompetenten Komandeuren geleitet wurden erwiesen sie sich als nicht fähig, den Invasoren Einhalt zu gebieten. Bis 2445 hatte das Kombinat ein Fünftel des ursprünglichen Tamar Paktes absorbiert. Zudem verlor das Lyranische Commonwealth noch zusätzlich Welten an einen neuen Feind, die Liga Freier Welten. Um dieses langsame Ausbluten ihres Teritoriums aufzuhalten benötigte das Commonwealth ein Wunder.

Im Jahr 2455 kam endlich eines. Etwa zwanzig Jahre zuvor hatte die Terranische Hegemonie mit der Entwicklung des ersten Battlemechs begonnen, einer Waffe die das Gesicht des Kreiges für immer verändern sollte. Bereits vor dem ersten Auftreten eines Battlemechs im Jahre 2439 hatten lyranische Händler, welche Lieferverträge mit der Hegemonie besaßen, ein neues Geheimprojekt vermutet. Als gute lyranische Patrioten meldeten sie diese Entdeckung der damaligen Archon Katherine Steiner. Die erste Steiner Archon bauftragte den lyranischen Geheimdienst, die wahrscheinlichste Stelle für eine solche Entwicklung zu infiltrieren: Hesperus II, damals noch eine Welt der Hegemonie (ironischerweise sollte diese Welt einmal das Kronjuwel der Lyraner in der Mechproduktion darstellen). Jedoch hatte der Geheimdienst nur beschränkten Erfolg. Erst unter der Regierung von Katherines Sohn, Alistair, gelang es dem Commonwealth endgültig in den Besitz dieser tödlichsten Waffe im menschlichen Waffenarsenal zu gelangen.

Vor seiner Ernennung zum Archon war Alistair Mardsen-Steiner Kommandeur einer Elitekommandoeinheit. 2455, während die Liga Freier Welten und das Kombinat mit ihren Geländegewinnen fortfuhren, sammelte Alistair ein Top Team von Spezialisten und entsendete sie nach Hespersus II. Unter Benutzung des Tricks eines trojanischen Pferdes drangen die Einheiten in die Fabrik ein und kopierte praktisch alles was zu einer Herstellung eines funktionsfähigen BattleMech benötigt wurde. Vier Jahre später erfolgte der erste Beweis dieses Erfolges bei der brutalen Schlacht um die Welt Loric. Die angreifenden Truppen der Liga zerschellten an den gewaltigen lyranischen Maschinen, dabei wurde unter Anderem der Generalhauptmann der Liga zerstampft. Die lyranischen Truppen hatte ihren ersten Sieg seit langer Zeit, erzielt nicht durch militärisches Können, sondern durch technologischen Vorsprung.

Dieser Vorteil dauerte allerdings nur drei Jahre an, da zu diesem Zeitpunkt alle verbliebenen Reiche der Inneren Sphäre ihre eigenen BattleMechs besaßen. Die dem Handel zugeneigten Steiner schafften es, einen hohen Profit zu erzielen als sie die gestohlene Daten für eine gewaltige Summe an Prinz Simon Davion im Jahre 2457 verkauften.

In einer Ironie der Geschichte wurde in Zeiten des Krieges eine Frau Archon, die sich ihr Leben lang für eine Vision eines friedlichen Commonwealthes einsetzte und den Grundstein für eine Dynastie legte. Katherine Steiner, Witwe von Archon Alistair Marsden, bestieg den lyranischen Thron im Jahre 2408, einige Monate nach dem Tod ihres Gatten in der Schlacht. Sie erbte ein Reich das zerissen war von Spannungen zwischen den drei Teilstaaten und unter den zahllosen Niederlagen seiner Streitkräfte litt. Im Tamarpakt waren die Stimmen einer Trennung nie verstummt seit dem Coup von Robert Mardsen. Die schleichenden Verluste an das Kombinat verstärkten diese Spannungen, ausgenutzt durch die Führer des Paktes zum persönlichen Machtgewinn. Skye war ebenfalls potentiell einer Rebellion zugeneigt, immer noch wütend über die Angriffe dreißig Jahre zuvor. Obwohl keine der Regionen unter dem Druck des weiterhin angreifenden Draconis Kombinates und der Liga Freier Welten wirklich für eine Abspaltung vorbereitet war konnten doch regionale Führer diese Neigungen dazu verwenden um bei der Zentralregierung größeren Einfluß zu gewinnen. Katherine Steiner spielte diese potentiellen Rivalen gegenseitig aus indem sie ihnen einflußreiche Positionen und einen gewichtigeres Wort in politischen Fragen anbot. Die Herzöge von Tamar und Skye waren unter den Mitgliedern von Katherines Rat des Commonwealthes, einer Vereinigung von acht Beratern denen der neue Archon versprach, ihr Vertrauen zu schenken.

Nachdem sie zeitweise über diese beiden Rivalen die Oberhand gewonnen hatte, begann sie mit geschickten emotionalen Manipulationen, was sich seitdem zu einem Markenzeichen der politisch begüterten Steiners wurde - inklusive der aktuellen Herrscherin. Während der Sitzung der Generalsstaaten, in der Katherine Steiner als Archon bestätigt wurde, kündigte sie an viele der vorhandenen Handelshemmnisse zwischen Skye, Tamar und Donegal entweder zu vereinfachen oder ganz abzuschaffen, die bis dahin das regionale Wachstum beschränkten. Zu diesem Zeitpunkt brachte eine Krankenschwester Katherines kleinen Sohn in den Saal. Der Junge trug die Uniform eines Soldaten, eine winzige Nachbildung der Uniform, die sein toter Vater getragen hatte. Katherine wog den jungen Alistair in ihren Armen und sprach, während sie sich durch den Raum bewegte, von dem Commonwealth, welches sie helfen wollte aufzubauen - eine starke Nation des Friedens mit sich selbst und seinen Nachbarn, "wo mein Sohn Soldat spielen kann, aber nicht heranwachsen muss um einer zu sein."

Das Bild einer auffallend attraktiven Witwe die ihr Kind hält und vom Frieden spricht - dieses Bild verbreitete sich rasch per Videoaufzeichnung im gesamten Lyranischen Commonwealth - half Katherine Steiner deutlich dabei, die Loyalität ihrer Bürger zu gewinnen. Massive Regierungsprogramme zum Wiederaufbau der vom Krieg gezeichneten Welten verwandelten diese Loyalität in eine profunde persönliche Hingabe, die während ihrer 37-jährigen Herrschaft ständig wuchs. Koloniale Expansion, angeführt von der Erschaffung des Commonwealth Aufklärungscorps im Jahr 2413, bereicherte das Reich weiterhin mit genüge und diente als Sicherheitsventil für die überbevölkerten Welten des Commonwealth. Als Katherine Steiner 2445 abdankte, ließ sie ein reicheres und vereinigteres Commonwealth zurück. Auch wenn es weiterhin Übergriffe des Draconis Kombinats und der Liga Freier Welten auf das Commonwealth gab, begegneten die Bürger diesen militärischen Rückschlägen mit einem größeren sinn für Hoffnung und Nationalstolz.

Der Glaube, dass sich die Karten wenden werden, sollten sich schon vierzehn Jahre später bewahrheiten, als die LCS die erste Armee außerhalb der Terranischen Hegemonie wurde, die BattleMechs ind Feld führte. Der exklusive Besitz dieser riesigen Kriegsmaschinen ermöglichte es dem Militär, die Invasoren von den meisten besetzten Welten während der 2460er zu vertreiben. Die Vorkriegsgrenzen größtenteils wiederhergestellt, die Besitztümer durch Kolonisation stark vergrößert und die Bürger durch heftigen inneren Handel bereichert, erschien das Lyranische Commonwealth des Jahres 2468 dem aus Katherine Steiners Visionen zu entsprechen. Diese Vision einer blühenden Nation, die ihre Stärke aus friedvollem Handel anstatt Krieg bezieht, sollte die folgenden Jahrhunderte voller Konflikte und Intrigen überdauern. Katherine Steiner-Davion rief kürzlich erneut bei der Schaffung der Lyranischen Allianz dazu auf, 650 Jahre nachdem ihre Namensschwester als erstes versucht hatte, diese Vision in die Tat umzusetzen.

Unglücklicherweise erwies sich dieser neu gefundene Frieden des Commonwealth als genauso anfällig gegenüber katastrophalen Ereignissen wie alle menschlichen Errungenschaften. Im Jahr 2468 wurde Archon Alistair Steiner durch Handlanger eines verärgerten Adligen des Tamarpaktes in einem ultimativ fehlgeschlagenen Versuch ermordet, einen prominenten tamaresischen Herzog zu ruinieren. Drei Jahre später tötete ein schweres Erdbeben neben der Frau von Archon Michael Steiner auch 67 Mitglieder der Generalstaaten. Der von Kummer erfüllte Michael dankte zugunsten seines Bruders Steven ab und begab sich zurück in den aktiven Militärdienst. Nur wenige Monate später fiel er im Kampf bei einer Draconischen Invasion auf dem Planeten Nox. Wäre Steven ein weniger beeinflussbarer Herrscher gewesen, hätte er wahrscheinlich die Stabilität der Nation, die so dringend benötigt wurde, wiederherstellen können. Stattdessen verstärkte dieser willensschwache Herrscher, der über zweieinhalb Jahrzehnte regierte, nur die internen Intrigen. Regionale Machtspiele, die mit dem Beginn der Herrschaft von Katherine Steiner eigentlich ein Ende gefunden hatten, flammten erneut auf um das Vakuum von Stevens untauglichen Herrschaft zu füllen. Zusätzlich flammten auch verstärkt Separatistenbewegungen auf, die das Commonwealth schon bald in einen Bürgerkrieg stürzen sollten.

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Ein geteiltes Haus: Rebellion in Skye

Seit den ersten Jahrzehnten des Commonwealth, als einigen Planeten der Skye Föderation gegen Robert Marsden's Machtergreifung kämpften, war die diese Region ein steter Brutkasten für politische Tumulte für die herrschende Steiner-Dynastie. Der schwerste Ausbruch von sezessionistischem Fieber in der Skye-Föderation, das zu einem offenen Bürgerkrieg entwickelte, ereignete sich an der Jahrhundertwende des 26 Jahrhunderts, als die Herzöge von Skye und Tamar Steven Steiner's Frau Margaret als Nachfolger anstatt seines Neffen, Rober Steiner, unterstützten. Obwohl Margaret's Partisanen letztendlich klar verloren, forderte es einen hohen Tribut vom Commonwealth. Das wohl schädlichste Erbe war das bittere Wiederaufflammen des Separatismus in der Region Skye, eine Unterströmung von öffentlicher Abneigung gegen die Steiners von Tharkad, welche in Zukunft praktisch jeder machthungrige Aspirant wieder und wieder ausnutzte.

Die höchstwahrscheinlich schizophrene Margaret Olsen Steiner behauptete viele Jahre lang, Stimmen zuhören und mystische Visionen zu erleben. Als Gemahlin eines unentschlossenen und emotionell abhängigen Archon wurde sie schnell zur Macht hinter dem Thron. Nach Steven's Tod im Jahre 2501 ernannte sich Margaret zu seiner Nachfolgern - sehr zum Verzücken vieler Adliger des Commonwealth, die während der glanzlosen Herrschaft von Steven durch das Kriegsgeschäft reich und militärisch mächtig geworden waren. In einem erschreckendem Beispiel von purem Eigennutz überzeugten die Herzöge von Tamar und Skye Steven davon, dass Gesetz zurückzunehmen, welches ihnen verbat Privatarmeen aufzustellen, die größer als die Garnison der LCS auf ihren Planeten waren. Durch die Abschaffung dieses Gesetzes war das Wettrüsten wieder voll entbrannt. Es dauerte nicht lange bis die ersten Adligen sogar BattleMech-Einheiten besaßen. Die Unterstützung von Margaret versprach diesen Status Quo weiter fortzusetzen, indem sie den Archon nur als Galionsfigur nutzen während die Adligen das Reich selbst so nutzen wie es ihnen passte.

Rober Steiner war im Gegenzug geistig offensichtlich gesund und hochintelligent. Er war illegitimer Sohn von Stevens Schwester Tatyana und entwickelte sich zu einem Ass unter den Luft/Raumpiloten und war auf Poulsbo stationiert. Anfangs war er abgeneigt gegen seine Tante um den Thron zu kämpfen, aber schon bald änderte er seine Meinung. Zwei Jahre rapider Verfall der Nation während der Hof von Tharkad sich in einen Kaneval des Schwachsinns verwandelte hinterließ einen starken Eindruck, ebenso das Gesuch einer Gruppe Offiziere der LCS die nach Poulsbo gereist waren um Robert ihre bedingungslose Unterstützung zu anzubieten. Sie flehten ihn an seinen Anspruch auf den Thron gelten zu machen um das Lyranische Reich zu retten bevor es zu spät war.

Im Jahr 2503 kam Robert Steiner mit sieben Divisionen in seinem Rücken auf Tharkad an. Margaret Olsen und einige ihrer Unterstützer hatten den Planeten schon Tage zuvor verlassen und flohen in die Skye-Föderation. Die erleichterten Generalstaaten bestätigten Robert's Anspruch auf das Amt des Archon; außerdem wurden die Schlachtlinien gezogen. Während des folgenden Jahres führte Robert Seinter seine loyalen Truppen in ein Scharmützel nach dem anderen gegen die Truppen Skyes, und gelangten dadurch immer näher an die regionale Hauptwelt der Skye-Föderation, wo sich Margaret und der Herzog von Skye verschanzten. Truppen, die dem Herzog von Tamar treu ergeben waren kamen zur Rettung der beiden als die Steiner-Truppen immer näher kamen; sie hielten die Truppen der Loyalisten in einem verwegenen Gefecht lange genug auf um Margaret und dem herzog die Flucht zu ermöglichen. Sie flohen nach Tamar, wo sie ihre letzte schlacht gegen die erschöpften Truppen des Archon schlugen. Die rechtzeitige Intervention von Truppen der Welt Fatima, angeführt durch den Herzog dieser Welt, rettete die Lage der arg mitgenommenen loyalistischen Truppen. Die Herzöge von Skye und Tamar wurden danach wegen Verrats hingerichtet; ihre Familien verloren ihre Titel und Welten, die an neue Herrscherfamilien vergeben wurden: die Clans Kelswa und Lestrade, die sich durch tadellose Loyalität zur legitimen Steiner-Linie auszeichneten.

Obwohl der finale Kampf des Bürgerkriegs auf Tamar stattfand hatte die Skyeföderation einen weitaus größeren Schaden davongetragen. Die meisten Schlachten fanden auf Welten der Föderation statt, wo in den bösartigen Kämpfen zahllose Familien ihre Nahestehenden. Obwohl Robert Steiner in den folgenden Jahren selbst Reparationen leistete, hinterlies seine Großzügigkeit keinen allzu lange bleibenden Eindruck. Da sie sowieso schon auf Misstrauen gegenüber der Zentralregierung getrimmten waren, hatte der durchschnittliche Bürger wenig für die Steiners über, insbesondere nach den bizarren Exzessen von Stevens Herrschaft und den Blutbädern des Krieges von Robert Steiner. In den folgenden Jahren hielten sparatistisch gestimmte Einwohner Skyes das Andenken an den Bürgerkrieg stets lebendig während sie gleichzeitig verdrängten, wer den Frieden finanzierte. Etwas mehr als fünfhundert Jahre später sollte diese Sicht des Konfliktes einem Teile der Familie Steiner dienen, sie in ihren Verschwörungen gegen den anderen Teil einzusetzen.

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Nachfolger des Separatismus

Bis ungefähr Mitte des 30. Jahrhunderts bliebt die Separatistenbewegung in der Skye-Föderation größtenteils ein unorganisierter, unvollständiger Haufen von Gefühlen gegen das Commonwealth und gegen Steiner. Allzu häufig jedoch schürten die Taten diverser Archonten die Feuer der Sezessionisten. Archon Viola Steiner, die das Commonwealth in den Sternenbund und einige Jahre in den Vereinigungskrieg führte, geriet in eine verrückte Rage welche die 25. Skye Ranger stark dezimierte - nur wegen eines grundlosen Gerüchts, dass der Herzog von Skye bei der Entführung ihres Sohnes Kevin beteiligt gewesen sein soll. Knapp drei Jahrhunderte später schaffte es Archon Elizabeth Steiner nicht, Angriffe des Draconis Kombinats aufzuhalten die der Föderation einige Planten und beinahe sogar die Hauptwelt kostete. Dass eine feindliche Nation so nahe der Eroberung des Planeten Skye, emotionale Heimat vieler Milliarden innerhalb der Skye-Föderation und natürlich auch der Heimat ihrer Bewohner, kommen konnte, bestätigte für viele die Meinung, dass die Steiner-Dynastie die Region Skye und ihre Bürger völlig vernachlässigt.

In der Abwesenheit frischer Missstände, stellten die führenden Separatisten vielfach deutlich negativ die deutschen Wurzel der Familie Steiner im Kontrast des überwiegend Schottischen, Irischen und Englischen Erbes der Bewohner Skyes dar. Sie appellierten ebenfalls hufig an das istinktive Misstrauen gegenüber der Regierung auf Tharkad, die nur durch die Steuern und regelmäßigen irritierenden Regulierungen auf sich aufmerksam macht. In den frühen Jahren des 31. Jahrhunderts kam es jedoch zu einigen entscheidenden Ereignissen, die die Skye-Separatistenbewegung endgültig in eine starke politische Macht verwandelte - mit einem Steiner als Anführer.

Dieser Wechsel begann mit Alessandro Steiner, einem taktisch begabten aber arrogantem Mann, der nur für militärische Aktionen lebte. Sein erster großer Sieg, eine Reihe von Überfällen auf insgesamt sechs Planeten tief in der Liga Freier Welten, kostete ihm ein Großteil des Vertrauens seines eigenen Kommandos, da er es nicht für nötig hielt, sie über seine wahren Ausmaß dieser Mission zu informieren. Zehn Jahre später kostete dem Lyranischen Commonwealth das übermäßige Vertrauen in sein eigenes Urteil beinahe Hesperus II, Standort mehrer äußerst wichtiger 'Mechfabriken. Das Beinahedebakel überzeugt viele innerhalb der gesamten LCS davon, dass ihr Archon ein gefährlich eigensinniger Narr ist, dessen Arroganz der Nationen noch schweren schaden zufügen könnte.

Die Entscheidung des Archon im Jahre 3002, die Grenze zur Liga Freier Welten mit Truppen von fernab der Grenzen gelegenen Planeten zu verstärken schürte das Misstrauen nur noch mehr. Obwohl sich niemand öffentlich beschwerte, fürchteten viele hochrangige Offiziere, dass die Strategie der "konzentrierten Schwäche" eine militärische Katastrophe war, die nur noch darauf wartete ausgelöst zu werden. Unter diesen Offizieren war auch die Nichte Alessandro's, Katrina Steiner, ein General in der Abteilung für Strategie und Taktik der LCS. Mit einer drohenden Offensive durch die Liga oder das Kombinat wollte jedoch keiner einen Bruch zwischen Archon und Militär riskieren.

Im Jahr 3006 implodierte die Strategie der "konzentrierten Schwäche" endgültig unter einem heftigen Angriff der Liga Freier Welten. Die Truppen der Liga umgingen schlichtweg die schwer befestigten Grenzwelten und griffen Planeten tief im Innern des Commonwealth an, deren Truppen an Grenzwelten verlegt wurden um einen Angriff abzuwehren, der niemals kommen sollte. Eine entsetzte Katrina Steiner trat schnell in Aktion. Sie hatte in den vergangenen Jahren bereits still und leise in den verschiedensten Bereichen Unterstützung gesammelt und erklärte nun ihre Absicht, Alessandro "zum Wohle der Nation" abzusetzen. Die Generalstaaten unterstützen ihr Vorhaben dadurch, dass sie dem Archon ihr Vertrauen entzogen; das Oberkommando der LCS unterstützte sie ebenfalls nach Kräften. Beraubt scheinbar aller politischer und militärischer Unterstützung dankte er 3007 zugunsten von Katrina ab. Allerdings gab er seinen Traum, eines Tages wieder an die Macht zu gelangen, nicht auf.

Alessandro lebte die folgenden 20 Jahre ruhig auf seiner Heimatwelt Furillo, während er diskret die ganze Zeit über potentiell nützliche Verbündete innerhalb von Katrinas Opposition suchte. Er fand jemanden, Herzog Aldo Lestrade, Herzog von Summer in der Skye-Föderation. Summer war nur eine verschlafene Hinterwäldlerwelt, die zu klein war für die Ambitionen des Herzogs. Er wollte Macht, weswegen er das nächste Werkzeug nutze was zur Hand war - die Skye-Seperatisten. Während 3024 baute Aldo Lestrade in einem genialen und schlüssigen Schachzug verteilte Zellen separatistischer Aktivisten auf. Solch ein harter Kern von Unterstützern war genau das, was Alessandro Steiner benötigte - vorausgesetzt er konnte die Separatisten davon überzeugen, einen Steiner in ihrer Mitte zu akzeptieren. Während einiger Besuche während der 3020er überzeugte er den Herzog davon, dass sie ein gemeinsames Interesse an Macht und einen gemeinsamen Feind hätten - Katrina Steiner. Im Austausch für seine Unterstützung versprach er dem Herzog die lang ersehnte Unabhängigkeit, sollte er wieder den Thron des Commonwealth besteigen. Obwohl es unausgesprochen blieb war beiden Männern klar, dass ein freies Skye Aldo Lestrade gehören würde.

Überzeugt mit Lestrade's Hilfe wieder an die Macht zu kommen, suchte der Kinderlose Alessandro einen Erben unter seinen jüngeren Verwandten. Er fand einen in Ryan Steiner, einem jungen Luftraupiloten der LCS, der seit kurzem eine Regierungsstelle innehatte. Ambitioniert und mit rascher Auffassungsgabe wurde Ryan schnell zu einem der großen Faktoren der Skye-Unabhängigkeitsbewegung. Der Tod von Aldo Lestrade und Alessandro Steiner - ersterer ermordet durch seinen Sohn, letzterer verstorben an Krebs - hinterließ Ryan an vorderster Position - eine Position, die er bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ausnutzte.

Ryans Chance kam 3034, als die offizielle Anerkennung der Freien Republik Rasalhaag für weitläufige zivile Unruhen in der gesamten Skye-Region sorgte. Garnisonstruppen auf den betroffenen Welten, viele davon waren zuvor der Armee der Vereinigten Sonnen angegliedert, brachen unter der öffentlichen Unzufriedenheit schnell zusammen. Ryan Steiner handelt erfolgreich friedvolle Lösungen für diese kleinen Aufstände aus - ein äußerst geschickter politischer Akt, der nicht nur die Separatisten wieder unter seine Kontrolle brachte und seine Glaubwürdigkeit innerhalb der Bewegung stärkte, sondern es ihm auch ermöglichte, die größtenteils beteiligten Davion-Soldaten als Feind von Skye und der Lyraner im Allgemeinen darzustellen. Das erste Mal in der Geschichte Skyes wurden dadurch die Interessen der Separatisten und auch der restlichen Bürger des Commonwealth miteinander verbunden, wodurch er auch die zentrale Regierung auf Tharkad als vernachlässigbar für beide Gruppen präsentieren konnte. Diese geschickte Verknüpfung von allgemeiner Unzufriedenheit mit der Formierung des Vereinigten Commonwealth machte Ryan zu einer ersten Bedrohung für die Stabilität der neuen Nation - und brachte gleichzeitig frischen Wind in die Bewegung Freies Skye.

Während der nächsten zwei Jahrzehnte brodelte das Fieber des Sezessionismus, kochte jedoch niemals über. Die Verknüpfung von Stimmungen gegen das Vereinigte Commonwealth und dem Streben nach Unabhängigkeit arbeite sowohl für als auf gegen Ryan. Es brachte zwar viele neue Rekruten, jedoch konzentrierten sich viele Aktivisten auf Hanse Davion anstatt auf seine direkte Widersacherin, Melissa Steiner, die nach dem Abdanken von Katrina 3039 den Thron bestieg. Die Ankunft der Clans Ende 3049 versetzte die gesamte Innere Sphäre in Aufruhr und zwang Ryan, seine Pläne so lange pausieren zu lassen, bis klar war welchen nutzen er aus der Invasion ziehen konnte. Hanse Davions fataler Herzinfarkt 3052 hinterließ Melissa als alleinige Herrscherin; jedoch war es für Ryan äußerst schwer ihre nationsweite, schon lange vorhandene breite Popularität zu schwächen. Mitte 3055 fiel Melissa einem Attentäter zum Opfer; nur ein Jahr später auch Ryan Steiner. Ihres Anführer beraubt, begann die Separatistenbewegung zu zappeln. Die breite Masse verursachte mit ihren Taten wilde Gewalttaten, so dass sich der neue Herrscher des Vereinigten Commonwealth genötigt sah Truppen zu entsenden. Unfähig den politischen Feuersturm wieder unter Kontrolle zu bringen ernannte Archon-Prinz Victor Steiner-Davion seine Schwester Katherine zur Regentin über den lyranischen Teil des Vereinigten Commonwealth und vertraute ihr die Lösung der Aufstände in Skye an. Dieser Schritt sollte sich später als erster wichtiger Schritt erweisen - zwar nicht für die Freiheit von Skye, jedoch für die Erschaffung der Lyranischen Allianz.

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Die Geburt der Allianz

Der Katalysator für die Sezession der lyranischen Welten vom Vereinigten Commonwealth war der Tod des jungen Joshua Marik, Thronerbe der Liga Freier Welten. Er war schwer an Leukämie erkrankt und starb während seiner Behandlung im New Avalon Institut der Wissenschaften. Sein Tod kam zu einer äußerst ungünstigen Zeit, als die Clan verstärkt versuchten den Waffenstillstand von Tukayyid zu untergraben - und das nachdem gerade einmal ein Drittel der Zeit abgelaufen war. Zusätzlich wurde durch Joshuas Tod Isis Marik zur Thronerbin der Liga Freier Welten. Ihre enge Beziehung mit Sun-Tzu Liao, Kanzler der Konföderation Capella, versetzte dadurch den ambitionierten capellanischen Anführer in die für das Vereinigte Commonwealth katastrophale Position, durch eine Heirat früher oder später die Kontrolle der Liga an sich zu reißen. Angesichts dieser Dilemmas traf Victor Steiner-Davion eine - wie sich rasch herausstellen sollte - verhängnisvolle Entscheidung. Er setzte einen Plan in Gang, dessen Grundlagen bereis sein Vater - Hanse Davion - gelegt hatte. Er ersetzte Joshua Marik durch einen Doppelgänger - der Rest ist Geschichte. Ein wütender Thomas Marik erfuhr von dieser Situation Mitte 3057 und erklärte dem Vereinigten Commonwealth augenblicklich den Krieg. Nur wenige Tage später verneinte eine offensichtlich schockierte Katherine ihrem Bruder Victor ihre weitere Unterstützung und erklärte den Lyranischen Teil für Neutral in diesem Konflikt. Mit dieser Neutralität kam auch eine Abspaltungserklärung. Zukünftig war das lyranische Gebiet nicht länger ein Teil des Vereinigten Commonwealth, sondern war unabhängig und nannte sich Lyranische Allianz.

Diesen Umbruch, der von Anti-Victor-Gerüchten und den Veränderungen der letzten Jahre vorbereitet worden war, begrüßten viele Lyraner. Victor und seine loyalen Militäreinheiten waren zu sehr an der Clangrenze beschäftigt um diese Abspaltung mit Gewalt rückgängig zu machen, wodurch die meisten lyranischen Bürger auch wenig Furcht vor einem Bürgerkrieg hatten. Dadurch, dass die ComGuards auf Tukayyid der Inneren Sphäre einen fünfzehnjährigen Waffenstillstand vor den Clans erkämpft hatten, blieben noch knapp zehn Jahre für den militärischen Aufbau und weitere Vorbereitungen. Diese Zeit sollte natürlich genutzt werden, die lyranischen Streitkräfte so zu formen, dass sie die Verwüstungen durch die Clans - im Gegensatz zum Davion-Militär - stoppen können. Ohne das Joch der Davion-Herrschaft und mit der Herrschaft eines "echten Steiner" erwarteten viele Bürger, dass sich die Zukunft wieder positiv für sie entwickeln würde.

Für eine gewisse Zeit schienen diese Hoffnungen gerechtfertigt. Die Neugründung des Sternenbundes 3058 auf Tharkad schien die Rückkehr lyranischer Größe zu symbolisieren, ebenso die entscheidende Rolle die lyranische Truppen nur drei Jahre später bei der endgültigen Niederlage der Clans spielten. Allerdings unternahm Katherne Steiner-Davion im selben Jahr einen entscheidenden schlecht beratenen Schritt, der die Zukunft ihrer Bürger verpfändete. Nicht zufrieden damit nur die lyranische Nation zu regieren, übernahm sie die Macht in den Vereinigten Sonnen als sich ihr die Chance bot. Victors Rückkehr von den Clan-Heimatwelten, die er als der strahlende Held verließ, der die Clans bezwungen hatte, stärkte seine Opposition gegenüber Katherine unter den Bürgern der Vereinigten Sonnen deutlich. Katherines barsche Antwort, zusätzlich zu ihrer zunehmenden Hingabe in höchst angelegten Machtspielen, worunter meist das Wohl ihrer Untergebenen litt, machten einen Bürgerkrieg letztendlich unausweichlich.

Während sich der Archon auf New Avalon versteckte, unternahm der Rest der lyranischen Regierung Schritte, das Machtvakuum auf Tharkad zu füllen. Mehr als nur ein paar Mitgliedern der Generalstaaten sollen gemurmelt haben, dass sie sich niemals den Thron der Vereinigten Sonnen hätte unter den Nagel reißen sollen während ihre eigenen Bürger sie brauchten , und einige von Worten zu Taten über. Einige Mitglieder, darunter viele Welten aus den Regionen Tamar und Skye, haben versucht die Macht der Generalstaaten auszudehnen, auch wenn die Änderungen bis dahin nur schrittweise und zeitlich begrenzt waren. Einige weitsichtige Delegierte haben ihre Fühler zu anderen Mitgliedern der Familie Steiner, darunter Herzog Robert Kelswa-Steiner, ausgestreckt um sicherzustellen, dass im Falle einer Niederlage die Nachfolge eines Steiners im höchsten Amt gesichert ist.

Ob die Allianz den Bürgerkrieg und die Clans übersteht bleibt abzuwarten. Eines allerdings dürfte feststehen - weder die lyranische Nation, noch ihre Bürger, werden aus diesem Konflikt unversehrt hervorgehen.

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Fortsetung folgt